2024-06-24
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Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)


Deutschland und Niederlande arbeiten noch enger im Bereich Wasserstoff zusammen – zwei gemeinsame Absichtserklärungen unterzeichnet

Deutschland und die Niederlande vertiefen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserstoffinfrastruktur und des Markthochlaufs.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Heute fand in Duisburg im Rahmen des Arbeitsbesuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander in Nordrhein-Westfalen die Unterzeichnung von zwei gemeinsamen Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff durch Vertreter der beiden Wirtschafts- und Klimaschutzministerien statt. Beide Länder wollen die sehr günstigen Bedingungen für ein grenzüberschreitendes Wasserstoffökosystem zu nutzen. Dazu gehören die bestehenden Pipeline- und Hafeninfrastrukturen, geologische Formationen für die Wasserstoffspeicherung sowie die hohe Nachfrage nach Wasserstoff seitens der Industrie.

Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Philipp Nimmermann sagt dazu: „Wir sind hocherfreut über den weiteren Ausbau unserer langjährigen und vertrauensvollen Partnerschaft mit den Niederlanden. Die gemeinsame Beschleunigung des Ausbaus des Wasserstoffnetzes nutzt das transformative Potenzial der bestehenden Gasinfrastruktur und stärkt die Investitionssicherheit entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette. Damit tragen wir aktiv zu einem ambitionierten Wasserstoffmarkthochlauf bei und treiben die europäische Energiewende voran.“

Staatssekretär für die Rohstoffindustrie im Niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik Hans Vijlbrief: „Wir brauchen starke staatliche Anreize, um private Investitionen in die Produktion und die Nutzung von erneuerbaren Wasserstoffs sowie die dafür erforderlichen neuen Logistikketten zu erreichen. Hierfür ist H2Global ein sehr geeignetes Instrument. Diese gemeinsame Ausschreibung ist ein starkes Signal für das deutsch-niederländische Engagement zur Schaffung von Importkorridoren für erneuerbaren Wasserstoff, welche beide Länder mit anderen europäischen und außereuropäischen Partnern verbindet.

Die „Gemeinsame Erklärung zur weiteren Energiekooperation im Bereich der Wasserstoffinfrastruktur“ ist Ausdruck der Absicht beider Länder, ihre Anstrengungen für einen raschen und synchronen Ausbau ihrer nationalen Wasserstoffinfrastruktur fortzusetzen. Mit der Schaffung des deutschen Kernnetzes und der niederländischen Wasserstofftransportinfrastruktur werden bis 2032 potenziell vier grenzüberschreitende Verbindungsleitungen, sogenannte Wasserstoff-Interkonnektoren, realisiert und in das europäische Wasserstoffnetz integriert. Deutschland und die Niederlande arbeiten an der Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Wasserstoffprojekte mit grenzüberschreitender Dimension.

Die zweite gemeinsame Erklärung, die „Joint Declaration of Intent zur Durchführung einer gemeinsamen Ausschreibung im Rahmen des H2Global-Instruments“ , umfasst einen gemeinsamen Import von grünem Wasserstoff. Beide Länder planen, den in Deutschland bereits bestehenden H2Global-Mechanismus zu nutzen. Also die Unterstützung für Unternehmen über eine Stiftung in die Produktion von grünem Wasserstoff im Ausland einzusteigen. Damit soll der Wasserstoffbedarf gesichert werden und der internationale Markthochlauf von grünem Wasserstoff unterstützt werden. Zu diesem Zweck werden die Niederlande und Deutschland jeweils 300 Millionen Euro für eine gemeinsame globale Ausschreibung und zehnjährige Kaufverträge für Importe von grünem Wasserstoff ab 2027 ausgeben. Die gemeinsame Ausschreibung im Rahmen des H2Global- Instruments ist ein sehr wichtiger erster Schritt hin zu einer europäischen und internationalen Zusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff. Auch andere europäische Länder sind eingeladen, das H2Global-Instrument zu nutzen, um individuelle Importfenster zu öffnen.

Quelle:
BMWK
Autor:
Pressestelle
Link:
www.bmwk.de/...
Keywords:
BMWK, Deutschland, Niederlande, Zusammenarbeit, Wasserstoff, grün, Infrastruktur, Zusammenarbeit, Markthochlauf, Klimaschutz
Windenergie Wiki:
Energiewende



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