2022-12-02
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LBBW steigert Gewinn vor Steuern deutlich auf 817 Millionen Euro

Robustes Geschäftsmodell, intensive Kundenbeziehungen und konsequente Umsetzung der langfristigen Strategie zahlen sich aus: Ergebnis, Rentabilität und Effizienz verbessert

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Die LBBW hat im vergangenen Jahr ihren Gewinn dank eines starken operativen Geschäfts kräftig gesteigert. Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich auf 817 Millionen Euro nach 252 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern wuchs ebenfalls kräftig auf 418 Millionen Euro (Vorjahr: 172 Millionen Euro).

„Unsere starken Zahlen zeigen, dass die LBBW eine kerngesunde, profitable und nachhaltig erfolgreiche Bank ist“, sagt Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW. „Das Ergebnis spiegelt nicht zuletzt die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Bank in den vergangenen Jahren wider. Wir bauen unsere Wachstumsfelder Schritt für Schritt aus, kontrollieren dabei die Kosten und behalten die Risiken im Griff. Diesen Kurs werden wir konsequent fortsetzen.“ Mit Blick auf die im Januar fixierte Übernahme der Berlin Hyp sagt Rainer Neske: „Nachdem wir zuletzt das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement (ZWRM) innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe bei uns konzentriert haben, machen wir mit dem Kauf der Berlin Hyp nun den nächsten Schritt zu einer effizienten Bündelung der Kräfte innerhalb der Gruppe. Gleichzeitig stärken wir damit das Geschäftsmodell der LBBW.“

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis des Jahres 2021 waren ein starkes Kundengeschäft und ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiger Risikovorsorgebedarf. Die Kosten-Ertrags-Relation (CIR) verbesserte sich dank deutlich gestiegener Erträge bei gleichzeitig stringentem Kostenmanagement trotz gestiegener regulatorischer Aufwendungen auf 64,7 Prozent nach 70,4 Prozent im Vorjahr.

Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 6,0 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent). Die Kapitalausstattung der LBBW ist unverändert komfortabel. Die harte Kernkapitalquote bei vollständiger Umsetzung der CRR II/CRD V lag mit 14,6 Prozent (31.12.2020: 14,8 Prozent) weiterhin erheblich oberhalb der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Die Gesamtkapitalquote betrug 21,4 Prozent (31.12.2020: 22,8 Prozent).

Langfristige Strategie konsequent umgesetzt

Ihre bereits 2017 definierte Strategie mit den Schwerpunkten Geschäftsfokus, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Agilität hat die Bank auch im vergangenen Jahr konsequent weiterverfolgt. Gute Fortschritte verzeichnete die LBBW unter anderem in ihren Wachstumsfeldern. Die Kundenbeziehungen in den von der Bank bereits vor mehreren Jahren definierten Wachstumsbranchen Pharma & Gesundheitswesen, Telekommunikation & IT sowie Versorger & Energie wurden erneut um 21 Prozent ausgeweitet. Das Kreditportfolio der LBBW zeigt infolgedessen einen sehr ausgewogenen und gesunden Mix aus unterschiedlichen Branchen.

Im ebenfalls als strategisches Wachstumsfeld definierten Corporate Finance Geschäft steigerte die LBBW das Finanzierungsvolumen um 5 Prozent, die Erträge wuchsen um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter anderem war die LBBW in 2021 erneut Marktführer bei der Emission von Schuldscheindarlehen. Gestärkt wurde außerdem die strategische Beratungskompetenz insbesondere mit Blick auf Fusionen und Übernahmen (M&A). Hier hat sich die Bank personell verstärkt und wichtige Kooperationen begründet.

Im Geschäftsfeld Asset & Wealth Management wuchs das betreute Vermögen (Total Assets) binnen Jahresfrist um knapp 12 Milliarden auf gut 141 Milliarden Euro. Mit der Verschmelzung der auf alternative Sachwerteinvestments spezialisierten BW Equity in die LBBW Asset Management wurden die Angebote innerhalb des Konzerns noch besser verzahnt. Die bundesweite Präsenz des Asset & Wealth Management der LBBW wird seit Jahresbeginn 2022 durch ein eigenes Beraterteam in Berlin ergänzt.

Auch das Sparkassengeschäft hat die LBBW zielgerichtet ausgebaut. Im Dezember 2021 hat die LBBW mit der Helaba hier eine wechselseitige Bündelung von Kompetenzen vereinbart. Im Zuge dessen werden das Verwahrstellengeschäft und das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement (ZWRM) für Firmenkunden der Sparkassen bei der LBBW zusammengeführt. Zuvor hatte die LBBW bereits das ZWRM für Sparkassen-Firmenkunden der HCOB (früher HSH Nordbank) und der BayernLB übernommen.

Ebenfalls zur Bündelung der Kräfte innerhalb der S-Finanzgruppe trägt die im Januar vereinbarte Übernahme der Berlin Hyp bei. Mit dieser Transaktion weitet die LBBW ihr Kerngeschäftsfeld der gewerblichen Immobilienfinanzierung aus.

LBBW baut führende Position bei Nachhaltigkeit aus

Mit der Übernahme der Berlin Hyp schärft die LBBW zugleich ihr Nachhaltigkeits-Profil. Beide Banken zählen mit jeweils über 6 Milliarden Euro zu den größten Emittenten von ESG-Bonds unter den europäischen Geschäftsbanken, zusammen sind sie klar die Nummer eins. Auch im Kundengeschäft nimmt Nachhaltigkeit einen immer größeren Platz ein.

Die Begleitung der Kunden auf dem Weg der Transformation in eine klimaneutrale Zukunft erfolgt durch den stetigen Ausbau eines nachhaltigen Produktangebots und Finanzierungs- bzw. Anlagevolumens in allen operativen Segmenten, aber auch durch spezielle Schulungskonzepte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das nachhaltige Finanzierungsvolumen der LBBW lag Ende 2021 bei rund 38 Milliarden Euro. Bis Ende 2025 möchte die Bank diesen Wert auf 65 Milliarden Euro steigern.

Darüber hinaus war die LBBW an der Begleitung von nachhaltigen Finanzierungen von Kunden, beispielsweise ESG-Bonds, ESG-linked Konsortialkrediten oder Green Schuldscheindarlehen, in einer Gesamthöhe von über 90 Milliarden Euro beteiligt. Unter anderem gehörte die LBBW zu den Konsortialführern bei mehreren Großemissionen der EU.

Die Produktpalette im Kundengeschäft wird kontinuierlich erweitert, etwa in Form der ersten ESG-linked-Factoring Transaktion der SüdFactoring vor wenigen Wochen oder des klimaneutralen Leasing-Angebots der SüdLeasing. Sehr stark nachgefragt werden zudem unsere speziellen Nachhaltigkeits-Beratungsteams, die wir mittlerweile sowohl für Unternehmenskunden als auch für institutionelle Investoren, Banken, Sparkassen und Non-Profit-Organisationen wie Stiftungen aufgebaut haben.

Zudem arbeiten wir daran, die neuen regulatorischen Anforderungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit in unser Risikomanagement und die Steuerung der Bank zu integrieren. Darüber hinaus entwickeln wir unsere Nachhaltigkeitsrichtlinien sowohl im Kredit- als auch im Anlagegeschäft konsequent weiter. In diesem Jahr sind neue Richtlinien zu Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Tierwohl als aktiver Beitrag der LBBW zum Erhalt der Biodiversität geplant. Unter dem ESG-Aspekt „Governance“ rückt die LBBW in diesem Jahr verstärkt den Aspekt Gleichberechtigung in den Fokus. So hat die Bank kürzlich die Women Empowerment Principles der Vereinten Nationen unterzeichnet.

Erträge deutlich verbessert, Risikovorsorge sinkt

Insgesamt hat die LBBW die Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr dank einer sehr guten operativen Entwicklung um 11 Prozent auf 2.997 Millionen Euro (Vorjahr 2.690 Millionen Euro) gesteigert. Dazu trugen maßgeblich das Unternehmenskundengeschäft, gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie das Kapitalmarktgeschäft bei. Aus dem TLTRO-III-Refinanzierungsgeschäft der EZB erzielte die LBBW Erträge von 186 Millionen Euro, da die mit dem Programm verbundenen Kreditvergabeziele erreicht wurden.

Die Risikovorsorge belief sich auf 240 Millionen Euro. Dabei waren die originären Ausfälle dank des konservativen Risikomanagements vergleichsweise gering. Die hohe Qualität des Kreditportfolios zeigt sich auch in der niedrigen Quote leistungsgestörter Engagements (NPE-Quote) von nur 0,5 Prozent. Doch bildete die Bank mit Blick auf die weiteren pandemischen, konjunkturellen und geopolitischen Entwicklungen darüber hinaus weitere 155 Millionen Euro an zusätzlicher Vorsorge („Adjustments“), die in den genannten 240 Millionen Euro enthalten sind. Im Vorjahr hatte die Risikovorsorge bei insgesamt 544 Millionen Euro gelegen. Neben einem großen Insolvenzfall waren darin ebenfalls bereits Adjustments für potentielle Folgen der Corona-Pandemie enthalten.

Die Aufwendungen stiegen leicht auf 1.940 Millionen Euro (Vorjahr 1.893 Millionen Euro). Dazu beigetragen hat ein deutlicher Anstieg der Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung auf 137 Millionen Euro. Im Vorjahr waren die Belastungen hieraus 19 Millionen Euro niedriger. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich unter anderem wegen steigender Investitionen in die Modernisierung der IT auf 1.802 Millionen Euro nach 1.743 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 817 Millionen Euro (Vorjahr: 252 Millionen Euro). Nach Abzug der Ertragsteuern belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 418 Millionen Euro (Vorjahr: 172 Millionen Euro).

Die operativen Segmente im Überblick

Auch im Jahr 2021 leisteten alle vier operativen Segmente einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Im Segment Unternehmenskunden wuchs das Ergebnis vor Steuern auf 405 Millionen Euro (2020: 15 Millionen Euro). Neben dem Ausbau der Wachstumsbranchen konnten die Erträge insbesondere im Corporate Finance-Geschäft und mit Exportfinanzierungen gesteigert werden. Die Risikovorsorge ging trotz der Bildung weiterer vorsorglicher Adjustments deutlich zurück. Im Vorjahr hatte ein großer Insolvenzfall das Segment belastet. Dank einer hohen Kostendisziplin konnten die Aufwendungen auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich von knapp 60 Prozent auf 51,6 Prozent. Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalrendite (RoE) auf 7,4 Prozent.

Das Segment Immobilien/Projektfinanzierungen steigerte den Vorsteuergewinn deutlich auf 292 Millionen Euro (2020: 203 Millionen Euro). Die Erträge legten kräftig um 28 Prozent auf 587 Millionen Euro zu. Das Kundenkreditvolumen in dem Segment wuchs auf rund 31 Milliarden Euro. Davon entfielen rund 27 Milliarden Euro auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung. Das Neugeschäftsvolumen in der Immobilienfinanzierung betrug gut 10 Milliarden Euro. Davon kamen nahezu drei Viertel aus Deutschland. Bei den Nutzungsarten bildeten Wohnimmobilien und Bürogebäude die Schwerpunkte. Die Projektfinanzierung verzeichnete ein Neugeschäft von 1,6 Milliarden Euro, wobei unter anderem digitale und soziale Infrastruktur sowie erneuerbare Energien im Fokus standen.

Das Segment Kapitalmarktgeschäft konnte dank eines starken Kundengeschäfts das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahresergebnis noch einmal um rund ein Viertel auf 247 Millionen Euro steigern. Im Vorjahr hatte der Vorsteuergewinn bei 198 Millionen Euro gelegen. Maßgeblich zu der positiven Entwicklung trugen insbesondere das sehr starke Zertifikategeschäft sowie das Wachstum im Asset & Wealth Management bei. Zudem war die LBBW an der Platzierung von mehreren Großemissionen der EU beteiligt.

Auch das Segment Private Kunden/Sparkassen erreichte trotz des schwierigen Markumfelds ein positives Ergebnis. Dieses fiel mit 14 Millionen Euro vor Steuern allerdings geringer aus als im Vorjahr (25 Millionen Euro), das von einer Nettoauflösung von Risikovorsorge profitiert hatte. Positiv entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 insbesondere das Wertpapiergeschäft, aber auch das Finanzierungsgeschäft. Dagegen belasteten die Niedrigzinsen im Einlagengeschäft sowie die bereits zum Halbjahr gebildeten Rückstellungen von 12 Millionen Euro wegen des Urteils zum AGB-Änderungsmechanismus. Die Verwaltungsaufwendungen lagen dank striktem Kostenmanagement leicht unter Vorjahr.

Ausblick

Das Umfeld des laufenden Jahres bleibt herausfordernd, insbesondere mit Blick auf die stark gestiegene Inflation und die geopolitischen Spannungen. Der Ukraine-Krieg hat die Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung massiv erhöht. Dennoch erwartet die LBBW für 2022 aus heutiger Sicht ein Konzernergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Weitere Details finden Sie auf der Homepage der LBBW.

Quelle:
LBBW
Autor:
Pressestelle
Link:
www.lbbw.de/...
Keywords:
LBBW, Landesbank, Baden-Württemberg, Bank, Finanzen, Bilanz, Geschäftszahlen, Investitionen, grün, nachhaltig, Projektfinanzierung, erneuerbare Energie



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