2021-06-25
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Meldung von Landesbank Baden-Württemberg

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LBBW erzielt 252 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und sorgt kräftig vor

Vorstandschef Rainer Neske: „Waren verlässlicher Partner der Kunden in historischer Ausnahmesituation“ / Strategie und Geschäftsmodell bewähren sich auch unter extremen Bedingungen / Starke operative Entwicklung vor allem bei Unternehmenskunden und im Kapitalmarktgeschäft / Führende Rolle der LBBW bei Nachhaltigkeit weiter ausgebaut

Bild: LBBWBild: LBBW

In einem historischen Krisenjahr mit schweren wirtschaftlichen Verwerfungen hat sich die Positionierung der LBBW als mittelständische Universalbank mit einem starken Nachhaltigkeitsfokus bewährt: Die Bank erwirtschaftete im Jahr 2020 trotz hoher Vorsorge für mögliche Folgewirkungen der Pandemie ein Ergebnis vor Steuern von 252 Millionen Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 172 Millionen Euro.

„Wir standen unseren Kunden in einer historischen Ausnahmesituation zuverlässig zur Seite“, sagt Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW. „Wir waren damit operativ sehr erfolgreich, haben unsere Wachstumsfelder ausgebaut und zugleich unsere Kosten gesenkt. Gleichzeitig haben wir eine hohe Vorsorge für mögliche zukünftige Belastungen aufgrund der durch Corona verursachten Wirtschaftskrise getroffen. Mit unserem Ergebnis sind wir vor diesem Hintergrund zufrieden. Die LBBW stellt ihre Stärke und Stabilität auch in Krisenzeiten unter Beweis.“

LBBW kann Belastungen verarbeiten und Dividende zahlen

Für mögliche Folgewirkungen des durch die Pandemie verursachten Konjunktureinbruchs bildete die Bank ein sogenanntes Model Adjustment in Höhe von 276 Millionen Euro. Eine Ergebnisbelastung von rund 160 Millionen Euro ergab sich außerdem aus einem großen, corona-unabhängigen Insolvenzfall. „Ohne diese beiden Effekte hätte das Konzernergebnis deutlich über dem Wert des Vorjahres gelegen“, sagt Rainer Neske. „Die LBBW ist stark genug, um derartige unvorhergesehene Belastungen zu verarbeiten und eine Dividende an ihre Eigentümer zu zahlen.“ Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung plant die Bank für 2020 eine Ausschüttung von insgesamt 99 Millionen Euro, wovon unter Beachtung der EZB-Vorgaben zunächst 19 Millionen Euro fließen sollen.

Die Kapitalausstattung und das Kreditbuch der LBBW erwiesen sich im Krisenjahr 2020 als robust. Die Risikoaktiva erhöhten sich vor allem aufgrund konjunkturell getriebener Ratingaufschläge im Jahr 2020 leicht auf 82 Milliarden Euro. Dennoch verbesserte sich die harte Kernkapitalquote bei vollständiger Umsetzung der CRD/CRR IV auf 14,8 Prozent (31.12.2019: 14,6 Prozent) und lag damit beträchtlich oberhalb der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Die Gesamtkapitalquote betrug 22,8 Prozent (31.12.2019: 22,9 Prozent). Die Quote der leistungsgestörten Kredite (NPL-Quote) lag bei niedrigen 0,6 Prozent. Die Kosten-Ertrags-Relation (CIR) verbesserte sich vor allem durch erfolgreiche Kostenmaßnahmen auf 70,4 Prozent.

Zahlen & Fakten der Krisenbewältigung

Die Corona-Krise stellte die Kunden der LBBW – von privaten Anlegern über mittelständische Unternehmen und Sparkassen bis hin zu großen Kapitalmarktakteuren – im Jahr 2020 gleichermaßen vor nie gekannte Herausforderungen:

  • Vor diesem Hintergrund erlebte das Förderkreditgeschäft einen regelrechten Boom und erreichte mit einem Neugeschäftsvolumen von insgesamt 11,4 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.
  • Dazu trugen die speziellen Corona-Programme der Förderbanken maßgeblich bei. Insgesamt bearbeitete die LBBW rund 12.000 Corona-Förderkredite für eigene Kunden und Kunden der Sparkassen mit einem Volumen von 4,5 Milliarden Euro.
  • Einen Beitrag zur Liquiditätsversorgung der Sparkassen leistete die Bank, indem sie den Instituten alleine an kurzfristigen Termingeldern rund 9 Milliarden Euro zur Verfügung stellte – und damit deutlich mehr als zu normalen Zeiten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank führten darüber hinaus in allen Kundensegmenten viele Tausend Gespräche, um ihre Kunden bestmöglich zu informieren und flexible, bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln. Beispielhaft genannt seien die regelmäßigen Markt-Update-Calls des LBBW Research.

Strategische Weiterentwicklung entlang der vier Stoßrichtungen

In der Krise haben sich die bereits 2017 definierten Stoßrichtungen Geschäftsfokus, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Agilität als zeitgemäßer denn je erwiesen. Insbesondere die beiden letztgenannten Aspekte haben es der LBBW im Frühjahr ermöglicht, sehr schnell einen großen Teil der Beschäftigten mobil im Homeoffice arbeiten zu lassen und trotz Distanz den Geschäftsbetrieb effizient fortzuführen. Auch digitale Lösungen im Kundenservice wie das Corporates Portal für Unternehmenskunden, das modernisierte Online- und Mobil-Banking und neuartige Angebote zum kontaktlosen Bezahlen wie Apple Pay erlebten durch Corona einen Nachfrageschub.

Spitzenposition in Sachen Nachhaltigkeit: Führender ESG-Emittent unter Europas Geschäftsbanken

Gleichzeitig investierte die LBBW erneut stark in ihr Produkt- und Serviceangebot rund um Nachhaltigkeit. Sie begegnet damit auch der weiter steigenden Nachfrage von Kunden und Investoren nach ESG-Unternehmensfinanzierungen und -Anlageprodukten (ESG = Environmental, Social & Governance-Kriterien).

Die LBBW unterstrich hier auch 2020 ihre Vorreiterrolle:

  • Nachhaltige Immobilien- und Projektfinanzierungen ermöglichten die Emission weiterer Green und Social Bonds. Aktuell ist die LBBW der führende ESG-Emittent unter den Geschäftsbanken in Europa.
  • Im Jahr 2020 war die LBBW an einer Vielzahl von nachhaltigen Unternehmensfinanzierungen in Deutschland beteiligt. Sie begleitete Corporate-Transaktionen mit Nachhaltigkeitskomponente im dreistelligen Millionenbereich von namhaften Kunden wie beispielsweise Dürr und Voith.
  • Die LBBW unterzeichnete als erste Landesbank die Klimaschutz-Selbstverpflichtung der deutschen Finanzbranche, um die Kredit- und Investmentportfolien in Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten.
  • Ab 2021 ist der Geschäftsbetrieb der LBBW vollständig klimaneutral.
  • Die LBBW erzielt bei den renommierten Nachhaltigkeits-Ratingagenturen durchweg gute Bewertungen. Im Ranking der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS ESG belegt die LBBW unter 277 internationalen Banken Platz 3 in der Kategorie „Financials/Public & Regional Banks und erhält die höchste Transparenzstufe. Bei der Rating-Agentur Sustainalytics erhält die LBBW 82 von 100 möglichen Punkten. Der Anbieter MSCI ESG Ratings bewertet die LBBW derzeit mit dem Rating „AA“ (auf einer Skala von „AAA-CCC“).

Mit diesen Maßnahmen untermauert die LBBW ihren Anspruch, eine führende Rolle auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit einzunehmen.

Strategische Konsequenzen aus Coronakrise und Branchentrends

Die LBBW hat im Sommer 2020 ihre Strategie vor dem Hintergrund der Folgen der Corona-Pandemie einer intensiven Prüfung unterzogen. Der Vorstand kam zu dem Ergebnis, dass die Strategie der Bank mit den 2017 beschlossenen Stoßrichtungen Geschäftsfokus, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Agilität auch in einem veränderten Umfeld grundsätzlich richtig ist und nur gezielte Anpassungen notwendig sind, um eine Balance aus disziplinierter Risikosteuerung, ambitionierter Kostenreduktion und vor allem der Nutzung von Wachstumschancen zu erreichen.

Auf der Risikoseite setzt die Bank im Unternehmenskundengeschäft noch stärker auf stabile beziehungsweise zukunftsorientierte Branchen wie Pharma/Gesundheit, Versorger/Erneuerbare Energien oder Telekommunikation/Medien & Elektronik/IT. Diese Branchen wurden bereits in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. In anderen Branchen agiert die Bank dagegen vorsichtiger. Einen besonderen Stellenwert im Kreditportfolio der LBBW wird auch in Zukunft der Automobilsektor haben, dessen Transformation die Bank in den kommenden Jahren weiter eng begleiten wird. Gleichzeitig wird der Anteil der Branche am gesamten Kreditportfolio der LBBW aber tendenziell weiter sinken und der Anteil der Fokusbranchen steigen.

Ebenso plant die Bank, ihre Verwaltungsaufwendungen bis 2024 verglichen mit 2019 um 100 Millionen Euro zu reduzieren, unter anderem durch mehr Digitalisierung und Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung von Prozessen. Damit verbunden ist außerdem der bereits kommunizierte sozialverträgliche Abbau von 700 Stellen bis zum Jahr 2024. Derzeit laufen dazu die Gespräche mit dem Personalrat. Per 31.12.2020 hatte die LBBW 9.100 Vollzeitstellen und beschäftigte 10.121 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wachstumsinitiativen bei Corporate Finance, im Kapitalmarktgeschäft und im Asset und Wealth Management

Der Fokus liegt aber auch künftig auf der Steigerung der Erträge. Deswegen investiert die Bank gezielt in ihre Zukunftsfelder. Dazu zählt beispielsweise der Bereich Corporate Finance, wo die LBBW bereits zu den führenden Adressen in Deutschland bei strukturierten Finanzierungslösungen wie etwa im Schuldscheingeschäft oder bei Konsortialkrediten gehört. Diese gute Ausgangsbasis möchte die Bank nutzen, um auch im Working Capital Management, bei Mergers & Acquisitions und im Anleihegeschäft weiter zuzulegen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Advisory. Hier ergänzt bereits seit vergangenem Jahr ein Sustainability-Beraterteam, das Unternehmen bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle und dem Einsatz passender Finanzierungsinstrumente unterstützt, die Beratungskompetenz.

Im Kapitalmarktgeschäft sieht die LBBW gute Wachstumschancen bei der Begleitung von Wertpapieremissionen (Debt Capital Markets) – hier konnte die Bank zuletzt mit zwei Konsortialführungs-Mandaten bei den milliardenschweren Social-Bond-Emissionen der EU im Rahmen des SURE-Programms Ausrufezeichen setzen. Darüber hinaus plant die Bank eine weitere Intensivierung ihrer guten Zusammenarbeit mit den Sparkassen im Kapitalmarktgeschäft. Ein Beispiel dafür ist die Übernahme des Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagements für Unternehmenskunden der Sparkassen der BayernLB im vergangenen Jahr.

Erhebliches Potential bietet zudem die Vermögensverwaltung, die jetzt unter dem Dach der LBBW Asset und Wealth Management gebündelt wurde. Bis 2025 soll das betreute Volumen auf über 150 Milliarden Euro gesteigert werden (Stand Ende 2020: 119 Milliarden Euro). Dabei setzt die neue Einheit unter anderem auf ihre anerkannte Kompetenz im Stiftungsmanagement sowie bei nachhaltigen Anlagen, die in der LBBW AWM bereits ein Volumen von rund 23 Milliarden Euro ausmachen.

Quelle:
LBBW
Autor:
Pressestelle
Link:
www.lbbw.de/...
Keywords:
LBBW, Gewinn, Partner, Kunden, Finanzen, Resultat, Bank, Kapitalmarktgeschäft, Universalbank, nachhaltig, Pandemie, Ausnahmesituation, Krise, Geschäftsjahr



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