2021-01-26
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Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)


Europa schreitet bei der Batteriezellfertigung voran

Europäische Vernetzungskonferenz zur Batteriezellfertigung eröffnet

Bild: PixabayBild: Pixabay

Heute startet die Europäische Konferenz zur Batteriezellfertigung, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durchführt. Akteure aus Industrie, Forschung und Politik treffen sich vom 24. bis 27. November 2020 online, um sich über Entwicklungen im Bereich der Batterien auszutauschen und länderübergreifende Kooperationen voranzubringen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die beiden „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEIs) im Bereich Batterien. In den beiden Projekten arbeiten über 60 Unternehmen aus ganz Europa zusammen, um Innovationen voranzutreiben und neue Wertschöpfung aufzubauen.

An der Konferenz nehmen auch der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maros Sefcovic, die französische Vize-Ministerin für Industrie Agnes Pannier-Runacher sowie der italienische Minister für Wirtschaftliche Entwicklung Stefano Patuanelli teil. Die Konferenz kann im Livestream verfolgt werden.

Bundesminister Peter Altmaier: „Wir wollen, dass in Europa eine geschlossene Wertschöpfungskette für Batteriezellen entsteht: von der Aufbereitung der Rohstoffe über die Batteriezellfertigung bis zum Recycling. Mit knapp drei Milliarden Euro fördert das Bundeswirtschaftsministerium daher die deutschen Projekte innerhalb der beiden Batterie-IPCEIs. Zukünftig sollen die innovativsten und umweltfreundlichsten Batteriezellen aus Europa kommen und zehntausende Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette entstehen. So können die Batterie-Projekte zur Blaupause für andere europäische Industrievorhaben werden, zum Beispiel bei Wasserstoff.“

Vizepräsident Maroš Sefcovic: „Mit mehr als 500 Beteiligten aus der Industrie ist die europäische Batterieallianz in gerade einmal drei Jahren zu einem durchschlagenden Erfolg geworden. Sie hat Europa zu einem globalen Zentrum für Batterietechnik gemacht und zeigt damit, was wir durch strategische Autonomie in dieser Schlüsselindustrie erreichen können. Dies wurde dank wirklicher Zusammenarbeit mit einem wirklichen Bekenntnis aller Beteiligten, darunter den Mitgliedstaaten, möglich. Deutschland, Frankreich und Italien sind weiterhin die treibenden Kräfte dieser Bemühungen. Die Kommission konzentriert sich aktuell auf die Vorlage einer neuen, zukunftssicheren Batterienverordnung sowie auf den Abschluss des zweiten ambitionierten IPCEI. Eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige europäische Wertschöpfungskette im Bereich der Batterien wird auch einen Beitrag zur Sicherung der Zukunft unserer Automobilindustrie leisten, wie auch zur allgemeinen wirtschaftlichen Erholung.“

Minister Patuanelli: „Wir haben heute eine klarere gemeinsame Vision von einer Batterie-Wertschöpfungskette entwickelt, die effizient, Teil der Kreislaufwirtschaft und verantwortungsbewusst ist und die erheblich dazu beitragen kann, die notwendige Entwicklung von Produktionsparadigmen für eine nachhaltige Dekarbonisierung zu katalysieren. Auch dank des vorausschauenden Handelns der amtierenden deutschen Ratspräsidentschaft nähern wir uns im Moment konkret der Umsetzung einer neuen und angemesseneren industriellen Vision. Im Rahmen von Next Generation, IPCEI und nationalen Instrumenten ist Italien dazu bereit, die für die Umsetzung der grünen und digitalen Wende in die Realität erforderlichen Projekte zu unterstützen.“

Vize-Ministerin Pannier-Runacher: „Die Europäische Batterieallianz verkörpert das, was Europa erreichen kann, wenn es pragmatisch und geschlossen handelt und ehrgeizige Ziele verfolgt. Diese Initiative zeigt, wie europäische Mitgliedstaaten gemeinsam die strategische und technologische Souveränität der EU stärken und eine nachhaltigere und klimafreundlichere Industrie schaffen können. Wir haben vor drei Jahren mit einer deutsch-französischen Initiative begonnen und sind nun im Begriff, ein zweites IPCEI mit mehr als zehn Ländern zu beschließen, um einen wettbewerbsfähigen Batteriesektor aufzubauen. Wir sollten unsere Zusammenarbeit im Industriesektor nun auf weitere für die Zukunft Europas strategische Bereiche wie Wasserstoff, Cloud oder KI ausweiten.“

Das erste Batterie-IPCEI ist mit 7 EU-Mitgliedstaaten und 17 teilnehmenden europäischen Unternehmen bereits beihilferechtlich genehmigt. Das zweite Batterie-IPCEI mit 12 teilnehmenden Mitgliedstaaten und rund 50 Unternehmen liegt der Europäischen Kommission zur beihilferechtlichen Genehmigung vor.

Die Europäische Konferenz zur Batteriezellfertigung legt einen besonderen Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit, Qualifizierung und Innovation. Podiumsdiskussionen und Fachforen erlauben vertiefte Diskussionen und einen Erfahrungsaustausch mit Expert*innen aus dem europäischen Gesamtumfeld nachhaltig produzierter Lithium-Ionen Batterien.

Quelle:
BMWi
Autor:
Pressestelle
Link:
www.bmwi.de/...
Keywords:
Europa, Vernetzungskonferenz, Batteriezellfertigung, Konferenz, EU-Ratspräsidentschaft, Batterie, Speicher, E-Mobilität, Fertigung, Forschung
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