2022-01-19
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Arbeiten am Limit: Drohnen-Piloten kommen auch in der Windkraft immer häufiger zum Einstz

Die erneuerbaren Energien sind noch immer ein Industriezweig, der sich in der Entwicklung befindet. Einige Unternehmen können jedoch von ihren Erfahrungen auf anderen Gebieten profitieren und sie erfolgreich in die Windenergie implementieren, wie das Beispiel von Cyberhawk zeigt, einem weltweit agierenden Anbieter von Inspektion, Vermessung und Asset Management mit unbemannten Luftfahrzeugen (UAV), sprich Drohnen.

Von Drohnen aufgenommene Bilder bieten ganz neue Perspektiven, auch von der Arbeit mit Windkraftanlagen (Bild: Pixabay)Von Drohnen aufgenommene Bilder bieten ganz neue Perspektiven, auch von der Arbeit mit Windkraftanlagen (Bild: Pixabay)

Erfahrung übertragen

Das Unternehmen aus Großbritannien hat langjährige Erfahrung im Bereich der Inspektionen in der Öl- und Gasförderung. Seit einiger Zeit spielen aber auch die erneuerbaren Energien eine immer größere Rolle im Portfolio von Cyberhawk. So konnte erst vor zwei Tagen ein weiterer Großauftrag vermeldet werden: Einer der wichtigsten Betreiber von erneuerbaren Energien in Großbritannien hat einen dreijährigen Vertrag mit Cyberhawk abgeschlossen, um sein komplettes Windparknetz von den Drohnen des Unternehmens inspizieren zu lassen.

Chris Fleming, CEO Cyberhawk, verdeutlicht, dass er die Zukunft bei den Erneuerbaren sieht: "Mit unserer UAV-Datenerfassungs- und Asset-Management-Software iHawk machen wir weiterhin große Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien. Wir erleben eine Zunahme der Aufträge in diesem Sektor, die durch diesen kürzlich verliehenen Rahmenvertrag unterstrichen wird, und werden weiterhin eng mit Anbietern erneuerbarer Energien auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um Lösungen zu entwickeln, die ihren Bedürfnissen gerecht werden.“

Vielfältige Einsatzgebiete

Zu Cyberhawks Kunden gehören die ganz Großen der Windbranche, darunter Siemens Gamesa und Vestas. Das Einsatzgebiet ist dabei vielfältig: Neben Roststellen im Turm, Erosion an den Kanten der Rotorblätter oder Lackabplatzungen werden bei den Inspektionen  manchmal auch Kuriositäten gefunden. „Ich habe sogar schon Einschusslöcher im Turm entdeckt“, erzählt Drohnenpilot Lukas Kremkau von der Firma SPECTAIR in Deutschland. Neben der Inspektion der Windkraftanlagen selbst stehen auch Kontrollen von Strommasten und -leitungen auf der immer länger werdenden Liste der Arbeiten. Dazu kommen Einsätze im Extrem-Umfeld: Umrichter-Stationen und Umspannwerke von Offshore-Windparks auf dem offenen Meer häufen sich.

Leben am Limit

Eine Arbeit, die nicht immer leicht ist, wie Calum, ein Drohnenpilot von Cyberhawk, erzählt. 14 Tage Arbeit am Stück bei extremen Wetterbedingungen überall auf der Welt, dann für ein paar Tage nach Hause, um die Ausrüstung zu wechseln und wieder ab auf die nächste Tour. „Es ist harte Arbeit, die durch strenge Sicherheitsvorkehrungen, lange Arbeitszeiten und den zusätzlichen Druck des Fliegens in der Nähe von gefährlichen und sehr teuren Industrieanlagen verursacht wird.“

Das Fliegen im industriellen Umfeld beinhaltet Nähe zu großen metallischen Strukturen oder hohen Spannungen, was bedeutet, dass der Pilot in der Lage sein muss, die Drohne vollständig manuell zu fliegen. Und dass meist ohne Flugassistenzfunktionen wie GPS, da dies in den extremen Umgebungen möglicherweise nicht funktioniert. Kombiniert mit schnell umschlagenden Witterungsbedingungen ist gerade bei Offshore-Windenergieanlagen beim Fliegen höchste Präzision gefragt.

Der SensorCopter der Firma Aero Enterprise im Arbeitseinsatz (Bild: Aero Enterprise)

Ausbildung gepaart mit Erfahrung

Eine entsprechende Ausbildung ist da natürlich Pflicht. Dazu gehört ein Drohnen-Führerschein, der seit vergangenem Jahr auch in Deutschland Pflicht ist. Andere Länder sind da schon weiter: In Österreich ist abhängig von der Gewichtsklasse der Drohne schon seit 2014 eine Prüfung Pflicht, wie der österreichische Spezialist Aero Enterprise auf seiner Homepage ausführt. Abhängig vom Einsatzgebiet kommen weitere Regelungen dazu, etwa die erlaubte Flughöhe oder die Geschwindigkeit, mit der geflogen wird. Teilweise müssen dafür Zustimmungen der jeweiligen Luftfahrtbehörde eingeholt werden.

Trotzdem sorgen die Drohnen-Piloten für eine Arbeitserleichterung in der Branche: Bei guten Bedingungen schaffen es die Drohnen, zwei bis vier Windkraftanlagen pro Tag zu inspizieren. Ein Arbeiter, der sich an jedem Rotorblatt einzeln abseilen muss, geht nicht nur ein größeres persönliches Sicherheitsrisiko ein, sondern braucht auch viel länger. Und auch in der Windbranche gilt: Zeit ist Geld.

Das Video von Cyberhawk bietet Eindrücke in das Leben als Drohnen-Pilot:

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Drohne, Cyberhawk, Aero Enterprise, Inspektion, onshore, offshore, Führerschein
Windenergie Wiki:
Windpark



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