2020-07-04
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Meldung von Axpo Deutschland GmbH

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Das US-Geschäft ist für Axpo ein notwendiger Schritt

Die traditionelle Stromproduktion kämpft mit rekordtiefen Preisen. Der schwache Euro trifft die Schweizer Produzenten zudem massiv. Wertberichtigungen in Milliardenhöhe sind die Folge – auch für Axpo.

Umso mehr setzt sie auf neue, rentable Geschäftsfelder. Eines davon liegt in den USA.

Axpo wird den Wert ihrer Kraftwerke und Energiebezugsverträge erneut berichtigen müssen. Der operative Gewinn (Ebit) des laufenden Geschäftsjahrs 2014/15 wird voraussichtlich mit 1.2 Mia. CHF belastet und der Gewinn unter dem Strich ins Minus gedrückt. Hauptgrund ist der anhaltend schwache Euro. So leiten sich die Schweizer Grosshandelspreise direkt aus dem deutschen Börsenpreis ab und aus dem aktuellen Umrechnungskurs Euro/ CHF. Der zu erwartende Umsatzeinbruch schlägt sich unmittelbar auf den Wert des Kraftwerkparks durch. Ein Anziehen der rekordtiefen Grosshandelspreise für Strom ist nicht in Sicht, wie der Blick auf die Terminkurse an den Strombörsen zeigt. Die Folge: Herkömmliche Kraftwerke produzieren zu teuer. Für Axpo hat deshalb die nachhaltige Sicherung der Rentabilität und Kapitalmarktfähigkeit strategisch Priorität: Das heisst, das Kerngeschäft optimieren und die Kosten senken. Hier hat das Unternehmen im vergangenen und laufenden Jahr gute Fortschritte gemacht. Das allein reicht indes nicht. Axpo muss neue, rentable Geschäftsfelder erschliessen. Nur wer sich angesichts wandelnder Märkte rasch anpasst und neue Chancen sucht und nutzt, wird rentabel bleiben. Das gilt für die IT- und Telekom-Branche genauso wie für die Metallindustrie oder eben den Energiesektor.

US-Geschäft stützt Axpo

Es führt kein Weg daran vorbei: Axpo wird den Einbussen in der traditionellen Stromproduktion noch dezidierter gegensteuern als bis anhin und damit auf allen Ebenen auf ihre Stärken im Riskmanagement setzen. Ziel ist es, die Risiken für den Konzern insgesamt breiter und solider abzustützen, sprich: unabhängiger von den europäischen Strompreisen werden und die heute zu einseitige Währungs-Exposure verringern. Deshalb plant sie den Schritt in die USA – einen wohl kalkulierten Schritt, der mit überschaubaren Risiken verbunden ist. Vor Axpo haben bereits zahlreiche Schweizer Unternehmen in Übersee erfolgreich Fuss gefasst. Beispielsweise erwirtschaften die grosskapitalisierten Unternehmen der SIX Swiss Exchange rund 25 Prozent ihres Umsatzes jenseits des Atlantiks. Lediglich die Schweizer Banken sorgten zuweilen für negative Schlagzeilen. Axpo wird in den USA, wie in ihren europäischen Märkten auch, eine  Tochtergesellschaft mit dem Aufbau des Geschäfts betrauen und das Tagesgeschäft eigenständig führen lassen. Ein lokaler Compliance-Prozess mit einem Compliance-Verantwortlichen wird die strikte Einhaltung von US-Gesetzen und Regularien sicherstellen.

In Europa x-fach erprobt

Axpo hat die US-Energiemärkte eingehend analysiert, ebenso Trends und die Wettbewerbssituation. Das Wachstumspotenzial ist attraktiv. So ist etwa der Stromverbrauch in den USA um 30 Prozent höher als in der EU. Gleichzeitig sind die Struktur und Organisation der Märkte ähnlich jener Europas, sodass Axpo ihr bewährtes Geschäftsmodell aus Europa auf die US-Märkte wird übertragen können. Und analog zu Europa bieten regionale Unterschiede Opportunitäten, um erfolgreich Nischen zu besetzen – ideal für Axpo. Wie auf dem Alten Kontinent will sie mit Origination, also Dienstleistungen und Produkten, die auf die Bedürfnisse des einzelnen Kunden zugeschnitten sind, gegenüber Konkurrenten punkten. Dass ihr dies gelingen wird, dafür spricht die Erfahrung und Expertise des Konzerns, die sich in einem eindrücklichen Leistungsausweis in Europa spiegelt.

Risiken sind klar limitiert

sich Axpo auf ihre Erfahrung in Europa stützen: Gestartet wird mit einem kleinen Team in Texas und dem Nordosten der USA. Das Angebot orientiert sich ebenso am bewährten Know-how der Axpo. Beispielsweise will sie grosse Industrieunternehmen, die zum Teil schon in Europa zu ihren Kunden gehören, auch in den USA mit Strom und Gas beliefern. Oder sie vermarktet den Strom aus Windkraftwerken – ein Markt, der auch in den USA rasant wächst. Um dem Kunden Fixpreise anbieten zu können, werden die Preise für die physische Lieferung der Energie wie üblich mit Derivaten an den Strombörsen abgesichert. Da Strom nicht speicherbar ist, hat der Handel mit Strom ohnehin immer derivativen Charakter. Woher wird Axpo die Energie beziehen? Sie wird nicht in Kraftwerke investieren, sondern die gelieferte Energie über Verträge mit Produzenten oder über den Grosshandelsmarkt beschaffen. Ob in der Schweiz, in Europa oder den USA: Strom- oder Erdgasverträge funktionieren im Wesentlichen identisch. Mit dem schrittweisen Aufbau und weil Axpo keine kapitalintensiven Investitionen in Kraftwerke oder Netze tätigen wird, sind die Risiken klar limitiert.

Quelle:
axpo
Link:
www.axpo.com/...



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