2022-05-24
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Klimagipfel in Lima: Aufgeschoben = Aufgehoben?

Auch das Nachsitzen hat nicht geholfen: Trotz Verlängerung ist bei der Klima-Konferenz der UNO, die in den letzten beiden Wochen in Lima (Peru) stattfand, nicht viel herausgekommen.

Auf einen Minimal-Konsens habe man sich geeinigt, ließen die Staaten am Ende verlauten – die großen Fragen sind aber weiter offen und wurden auf nächstes Jahr vertagt. Dann soll auf dem Gipfel COP21 in Paris ein weltweites Klimaschutzkonzept für die kommenden Jahre festgelegt werden. „Es gibt keinen Grund die Sektkorken knallen zu lassen. Leider schreitet der Kimawandel viel schneller voran als die Politik. Die Verhandlungen der letzten Tage haben gezeigt, wie groß die Differenzen zwischen vielen Ländern noch sind und dass der Weg nach Paris sehr steinig sein wird,“ sagt Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik des WWF Deutschland gegenüber der Presse..

Wie in Paris gelingen soll, was schon in Lima scheiterte, ist allerdings vollkommen offen. „Mit dem Argument, wir warten erstmal ab, was die anderen tun, haben die Regierungen es sich in der Hängematte bequem gemacht", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger und warnte davor, dass die nationalen Klimaschutzpläne, die von den Staaten in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden sollen, nicht ausreichen werden. Das Problem: Es gibt keine Vorgaben, was die einzelnen Staaten leisten müssen.

Und während einige der Industrienationen wie Dänemark oder Schweden mittlerweile große Anstrengungen in Kauf nehmen, um eine weitere Erwärmung der Erde zu verhindern, hinken die Schwellen- bzw. Entwicklungsländer um Jahre hinterher.

Allerdings – und das ist eines der wenigen positiven Ergebnisse – scheint auch hier mittlerweile ein Umdenken einzusetzen. Die Klimaschutz-Vereinbarung der Amerikaner und Chinesen vor einigen Wochen sendete zumindest positive Signale. Nun ziehen auch andere Nationen nach, die bisher zu den großen Umweltverschmutzern gehörten.

Verschiedene nationale Windenergieorganisationen nutzten den Gipfel, um eine neue Kampagne vorzustellen, darunter aufstrebende Industrieländer wie Brasilien, China, Südafrika, Indien und Mexiko. Die Europäische Windenergieorganisation EWEA unterstützt die Kampagne ebenfalls. Joël Meggelaars, politischer Berater der EWEA, führte aus, was man erreichen möchte: „Wenn wir uns von den Verlockungen der fossilen Energien wegbewegen und eine neue Ära der erneuerbaren Energien eröffnen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass jedes Land einen Preis für den Kohlenstoffausstoß festlegt und klare Strategien ausgeben, um langfristig Investoren zu gewinnen. Wie der IPCC gezeigt hat, wird es umso günstiger sein, je schneller wir handeln.“

Außerdem müsse man den Entwicklungsländern direkt den Weg zur Windenergie als kostengünstige Energiegewinnung weisen, ohne dass diese erst einen Umweg über fossilen Energien machen, wie es die heutigen Industriestaaten einst getan haben. Die Vorstellung der Kampagne geht einher mit dem Launch der entsprechenden Website, wo unter dem Namen 'SolutionWind' dargestellt wird, wie die Ziele und Forderungen an die Regierungen aussehen: www.solutionwind.com

„Wir brauchen Regierungschefs und Umweltministerinnen, die bereit sind, endlich ihren Worten auch Taten folgen zu lassen“, forderte Günther vom WWF zum Abschluss des Gipfels. Knapp ein Jahr lang hat die Welt nun noch Zeit.

 

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de



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