2018-08-18
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Meldung von Seaports of Niedersachsen GmbH

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Investitionen, Prozessoptimierung und Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Seehafen Brake

J. Müller Unternehmensgruppe verweist auf Umschlagsverluste durch fehlende Weseranpassung

Mit einem Umschlagsvolumen im Seeverkehr von insgesamt 5,7 Millionen Tonnen in 2013 verbuchte der Seehafen Brake ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Infrastrukturelle Engpässe in brasilianischen Häfen wirkten sich insbesondere auf den Import von Agrargütern aus, die Konjunkturflaute im Stahlbereich sowie eine schwache Papiernachfrage belasteten das Ergebnis der Breakbulk-Sparte. Sorge bereitet dem Betreiber J. Müller die bislang nicht erfolgte Anpassung der Unterweser, die für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von höchster Bedeutung ist. Durch gezielte Investitionen in neue Lagerkapazitäten, die Optimierung innerbetrieblicher Prozesse und eine verstärkte Vertriebsaktivität will der Hafen aber auch in diesem schwierigen Marktumfeld weiteres Wachstum in den kommenden Jahren realisieren.

Die J. Müller Unternehmensgruppe, Betreiber des Seehafen Brake, behauptet sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. „Wir können mit unserem Umschlagsvolumen von 5,7 Millionen Tonnen in 2013 zwar nicht an das sehr gute Vorjahr anknüpfen, liegen aber immer noch 6 % über dem Ergebnis des Jahres 2011 und damit immer noch über Vorkrisenniveau“, erklärt Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. Müller AG. Entscheidend seien das konjunkturelle Umfeld und Sonderentwicklungen in den Seegüterteilmärkten, in die der Seehafen Brake eingebunden ist. So wirkten sich im vergangenen Jahr vor allem Beladungsengpässe in brasilianischen Häfen, die Konjunkturkrise im Stahlbereich sowie eine schwache Papiernachfrage aus.

Für den Agri-Bereich war das Jahr 2013 von einer hohen Volatilität der Agrarmärkte geprägt. Nach einem beschäftigungsstarken Beginn in 2013 gab es sehr verhaltene Sommermonate und zum Ende des Jahres wieder eine Geschäftsbelebung, die genau mit der Inbetriebnahme des neuen Silo 6 zusammenpasste. Nach rund einem Jahr Bauzeit war das 22,5 Millionen teure Neubauprojekt, das den Braker Hafen als Standort für Agrarlogistik weiter stärkt, Ende Dezember in Betrieb genommen worden. Mit zusätzlichen Separierungsmöglichkeiten und dem zusätzlichen Lagervolumen begegnet das Agri Terminal Brake damit wirksam den rasant steigenden Qualitätsanforderungen. Der Rückgang der Umschlagstonnage im Agri-Bereich um 14 % auf knapp 2,8 Millionen Tonnen ist im Wesentlichen im Futtermittelumschlag aufgetreten und unter anderem dadurch begründet, dass Schiffe in den Ladehäfen bis zu drei Monate auf ihre Abfertigung warten mussten und es hierdurch zu starken Verwerfungen in den Löschhäfen wie eben Brake kam. Vom deutschen Getreideexport im vergangenen Jahr konnte der Hafen aufgrund der bislang nicht realisierten Weseranpassung nicht profitieren: „Wegen der momentan begrenzten Abladetiefe der Unterweser haben wir 2013 etwa 500.000 Tonnen an Getreideexport verloren. An Ausschreibungen von Getreideexporten können wir uns teilweise nicht beteiligen, da die Importländer bereits bestimmte Tiefgänge in den Häfen einfordern, die wir ohne die Weseranpassung nicht erreichen“, so Thomas Bielefeld, Geschäftsführer des J. Müller Agri Terminals. Erfreulich hat sich laut Bielefeld aber der Bereich Agrargüter und Biomasse entwickelt. Hier konnten die Mengen in 2013 deutlich gesteigert werden. Für die ersten Monate des Jahres 2014 zeichnet sich eine gute Beschäftigung für das Agri Terminal durch den Import von Getreide als auch von Futtermitteln ab.

Für den Breakbulk-Bereich in Brake ergibt sich für 2013 insgesamt ein Umschlagsrückgang um 7,6 %. Auch hier lagen die Umschlagsmengen aber dennoch um fast 10 % über dem Ergebnis des Jahres 2011. Das Umschlagsvolumen von Eisen und Stahl konnte gegenüber 2012 nicht gehalten werden. Der Stahlumschlag hatte sich in 2012 gegenüber 2011 fast verdoppelt, litt aber in 2013 unter einer schwierigen Stahlkonjunktur. So wurden die Stahlhersteller aufgrund von Nachfragerückgängen bei Baustahl und Großröhren zur temporären Stilllegung von Produktionskapazitäten veranlasst. Für 2014 ist man beim J. Müller Breakbulk Terminal aber optimistisch gestimmt, eine Mengensteigerung im Bereich des Umschlags von Eisen und Stahl realisieren zu können. Auf hohem Niveau stabilisiert werden konnte der Umschlag von Windenergieanlagen. „Mit ca. 2.400 Großkomponenten, die wir im vergangenen Jahr in Brake umgeschlagen haben, konnten wir wieder einen Spitzenplatz unter den deutschen Seehäfen erreichen“, erläutert der Geschäftsführer des J. Müller Breakbulk Terminals, Hartmut Wolberg. Erfreulich sei, dass zunehmende Mengen umweltfreundlich ausschließlich auf dem Wasser transportiert werden konnten. Die logistischen Möglichkeiten auf der Norderweiterung, auf der das Unternehmen J. Müller Breakbulk Terminal GmbH & Co. KG im Herbst des vergangenen Jahres eine neue 8.000 m² große Lagerhalle errichtet hat, seien geradezu ideal für dem Umschlag der immer größer werdenden Windenergiekomponenten.

Der Umschlag von Zellstoff konnte aufgrund von Marktverschiebungen nicht auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der zunehmende Einsatz digitaler Medien lässt die Nachfrage nach Papierprodukten weiter zurückgehen. Nach längeren Verhandlungen konnte Anfang 2014 aber ein Vertrag vereinbart werden, der neue Märkte für Brake erschließt und eine nachhaltig und langfristig positive Weiterentwicklung des Produktbereichs Papier und Zellstoff im Hafen Brake ermöglichen wird.
„Wir sind durch schwierige Markt- und Rahmenbedingungen momentan sehr gefordert. Zum Erhalt unserer Wettbewerbsfähigkeit haben wir betriebsintern einen Katalog von Maßnahmen beschlossen, zu dem unter anderem die Optimierung von Prozessen und damit die Aufdeckung von Kosteneinsparpotenzialen, aber auch eine Ausweitung unserer internationalen Vertriebsaktivitäten gehören“, so Müller. Auch durch die getätigten Investitionen am Standort nähre sich der Optimismus, dass auch in diesem schwierigen Umfeld weiteres Wachstum geschaffen werden könne. Und was den Ausbau der Außen- und Unterweser betrifft, so hofft man in Brake auf eine zeitnahe Korrektur des Planfeststellungsverfahrens, wie sie vom Bundesverwaltungsgericht gefordert wurde. Jan Müller ergänzt hierzu: „Der Ausbau der Unterweser stärkt alle unsere Produktbereiche gleichermaßen, denn sie ermöglicht einen besseren Zulauf größerer Seeschiffe, sowohl im Export als auch im Import.

 

Quelle:
Seaports of Niedersachsen
Email:
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