2020-08-14
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Windenergie in den USA: Eine Erfolgsgeschichte, die der Fortsetzung bedarf

Die Branche benötigt auch weiterhin die Unterstützung durch den PTC, sonst droht ein weiterer Shutdown.

Im Moment steht in den USA alles still: Erneut konnten sich die Demokraten und Republikaner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt im nächsten Jahr verständigen. Der Shutdown war dadurch unausweichlich. Auch im letzten Jahr kam es bereits zu dieser Situation, allerdings einigte man sich nach zähen Verhandlungen letztlich doch. Erfreulicher Nebeneffekt: Auch auf eine Verlängerung des Production Tax Credit (PTC) konnte man sich verständigen, wenn auch erst in letzter Minute.

Sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern erfreuen sich erneuerbare Energien zunehmender Beliebtheit. Kein Politiker kann es sich mehr leisten, diese nicht zu unterstützen, wie Liz Salerno im Congress Blog von 'The Hill' betont. Die amerikanische Bevölkerung trägt diese Entscheidung mit. So sind lt. einer Gallop-Umfrage mittlerweile ca. 71 Prozent der US-Bevölkerung für die Windenergie.

Windenergie gilt als sichere und verlässliche Energiequelle. Ein ganzer Industriezweig ist entstanden und sorgt unter anderem für viele neue Jobs.

Eine Erfolgsgeschichte, die – soll sie weiter gehen – politische Unterstützung benötigt, vor allem durch eine Verlängerung des PTC. Die USA haben bis dato keine einheitliche Energiepolitik. Bundesweit gilt ausschließlich der PTC, mit dem es sich somit de facto um die amerikanische Energiepolitik handelt, zumindest wenn es um Wind geht. So konnte mit Hilfe des PTC der Anteil der Windenergie am Energiemix in Staaten wie Iowa, Kansas und South Dakota auf über 20 Prozent wachsen. In einigen weiteren Bundesstaaten liegt er derzeit bei 12 Prozent, Tendenz steigend.

Über 550 Fabriken in 44 Bundesstaaten sorgen dafür, dass auf immer mehr Windkraftanlagen das Label 'Made in US' steht. Bis 2030 erwartet das Energieministerium, dass die Branche dadurch mehr als 500.000 neue Jobs schaffen wird.

Die Entscheidung in Windenergie zu investieren ist mittlerweile für Unternehmen leichter geworden. Die Technologie hat sich verbessert und gilt als zuverlässig. In den heimischen Werken wird in ausreichender Form für den Binnenmarkt produziert, was teure Importe erspart.

Im Sommer gab die MidAmerican Energy Company bekannt, bis zu 1,9 Milliarden Dollar zu investieren, um in Iowa mehr Windkraft zu produzieren. Dabei handelt es sich um die größte Investition überhaupt in der Geschichte Iowas.

Technologie-affine Unternehmen wie Facebook und Google investieren zunehmend in Windenergie, um ihre Server mit Strom zu versorgen.

Die Preise für Windenergie fallen – was der Bevölkerung auch tatsächlich in Form niedrigerer Stromkosten weiter gegeben wird. So sparen einer Studie vom September zufolge die Verbraucher der Bundesstaaten an der mittleren Atlantikküste und an den Großen Seen durch die Windenergie bis zu 7 Milliarden Euro im Jahr.

Zusätzlich wird so auch der Ausstoß von 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr verhindert – das entspricht der Stilllegung von 17 Millionen Autos auf einen Schlag. Weiterhin werden jährlich 30 Milliarden Gallonen Frischwasser weniger verbraucht. In Zeiten zunehmender Wasserknappheit ein wichtiger Faktor.

Allerdings benötigt die Windenergiebranche auch in Zukunft die Unterstützung beider Parteien. Wird der PTC nicht verlängert, droht ein neuter Shutdown. Dieses Mal allerdings nicht der Regierung, sondern der Windindustrie.

Quelle:
The Hill / Katrin Radtke (Windmesse)
Email:
presse@windmesse.de
Link:
thehill.com/...



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