2024-03-02
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USA: Subventionen halten die Fossilen am Leben

Erneuerbare Energie ist bereits heute kosten-effektiver / Milliarden an Subventionen wandern in die Fossilen

Es gibt viele Vorurteile gegenüber den erneuerbaren Energien, gerade in den USA. Das am häufigsten vorgebrachte ist sicherlich, dass die Erneuerbaren unzuverlässig und deswegen minderwertig im Vergleich zu den fossilen Energien sind. Daraus resultiert die weit verbreitete Ansicht, dass die Erneuerbaren niemals in der Lage sein werden, die Fossilen zu ersetzen und das Rückgrat der amerikanischen Energieversorgung zu übernehmen.

In Wahrheit stellt sich die Situation aber komplett anders dar. Wie Kate Gordon im Wall Street Journal schreibt, ist es bereits heute so, dass erneuerbare Technologien in der Lage sind, große Mengen an Strom zu produzieren – zu Preisen, die durchaus wettbewerbsfähig sind. Aus diesem Grund hat beispielsweise der amerikanische Energieversorger Xcel Energy jetzt bekannt gegeben, sein Angebot an Solar- und Windstrom im US-Bundesstaat Colorado stark auszuweiten – allein aufgrund der niedrigeren Kosten im Vergleich zu den Fossilen. Eine Sprecherin des Unternehmens betonte, dass die zuverlässigsten und kosteneffektivsten Ressourcen auch auf Generationen hin Solar und Wind sein werden. Und die Kosten für diese Technologien werden in Zukunft noch weiter fallen, wie verschiedene Studien belegen.

Im Transportsektor spielen die Erneuerbaren bisher zwar noch eine eher untergeordnete Rolle, aber selbst dort geht der Trend weg von Benzin getriebenen Fahrzeugen hin zu Elektroautos. Auch gewinnen Solar und Wind zunehmend an Bedeutung. Im August 2013 etwa haben Elektro- und Hybridautos neue Verkaufsrekorde in den USA erzielt. General Motors (GM) hat gerade erst in dieser Woche ein neues Modell vorgestellt.

Der Grund dafür, dass erneuerbaren Energie bisher noch nicht viel schneller den Fossilen den Rang abläuft, liegt schlichtweg darin, dass über Jahrhunderte hinweg die Fossilen von der US-Regierung mit Millionen und Abermillionen an Geldern subventioniert wurden. Ein Bericht aus dem Jahr 2011 belegt, dass im Jahr 2009 die amerikanische Öl- und Gasbranche mit 447 Milliarden US-Dollar Subventionen unterstützt wurden. Eine gigantische Zahl im Vergleich zu den mageren 6 Milliarden, die Wind-, Geothermie- und Solarindustrie im gleichen Jahr zusammen erhalten haben.

Auch in der Europäischen Union belaufen sich die Subventionen für die Fossilen auf sehr viel höherem Niveau: 2011 erhielten Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke 61 Milliarden Euro, die Erneuerbaren dagegen nur 30 Milliarden.

Man sieht aber auch, dass sich der Triumphzug der Erneuerbaren selbst davon nicht aufhalten lässt. Unternehmen wie Xcel Energy wissen, was die Zukunft bringt: Saubere Energie ist bereits heute kosteneffektiver, selbst ohne massive Subventionen.

 

Quelle:
Wall Street Journal / Katrin Radtke (Windmesse)
Email:
presse@windmesse.de
Link:
blogs.wsj.com/...



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