2020-07-10
http://w3.windmesse.de/windenergie/news/13601-pcs-im-windmesse-interview-brian-eisenach-business-unit-leader-industry-and-energy-products

PCS im Windmesse-Interview: Brian Eisenach, Business Unit Leader - Industry and Energy Products

Herr Eisenach war so freundlich, sich den Fragen des Windmesse-Redaktionsteams zu stellen.

Windmesse: PCS kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Welchen Stellenwert nimmt die Windenergie in Ihrem Unternehmen ein?

PCS: Als Ausgründung von Bombardier, spielt die Bahnindustrie weiter eine entscheidende Rolle für PCS. In den vergangenen Jahren sind aber auch die Geschäfte in den Bereichen Windenergie sowie Prüfstandstechnik und Umrichter für andere industrielle Anwendungen überproportional im Umsatz gewachsen. Mittlerweile ist PCS breit aufgestellt. Die Abhängigkeit von einer einzelnen Industrie, in diesem Fall von der Windenergie, ist daher nicht zu groß. PCS hat hier einen klaren Vorteil gegenüber Herstellern, die sich auf Windenergieumrichter fokussieren und deutlich mit dem Markt schwanken. Dennoch spielt die Windenergie für PCS eine zunehmend wichtigere Rolle.

 

Windmesse: Wie viele Mitarbeiter sind in Ihrem Unternehmen beschäftigt und wie viele davon im Bereich Windenergie?

PCS: PCS beschäftigt aktuell 230 Mitarbeiter. Mit dem Bereich Windenergie beschäftigen sich ca. 10% der Mitarbeiter.

 

Windmesse: Stellen Sie doch bitte ein Produkt oder eine Dienstleistung im Windsektor aus Ihrem Portfolio vor!

PCS: PCS gehört zu den innovativen Entwicklern und Herstellern von Umrichtertechnologie. Besonders in diesem Feld hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Früher gab es kaum Umrichter in Windenergieanlagen. Dann dominierte der Teilumrichter für Doppelt-Gespeiste Asynchrongenerator Anlagen. Mittlerweile setzt sich zunehmend der flexibel einzusetzende Vollumrichter durch. PCS hat sich frühzeitig auf Vollumrichter spezialisiert und bringt mit einem modularen Konzept, das durch Wartungsfreundlichkeit besticht, frischen Wind in den Markt.

 

Windmesse: Welches aktuelle Windkraftprojekt betreut ihr Unternehmen?

PCS: Aktuell produzieren wir für unseren Kunden Suzlon den Blindstromrichter Green Line 1000 für das sog. Cookhouse Projekt in der südafrikanischen Provinz Ostkap. Cookhouse ist das bisher größte, gestartete Windkraftprojekt in Südafrika – der aktuell im Bau befindliche Windpark soll später eine Gesamtleistung von 135 MW erreichen. PCS liefert insgesamt 66 Umrichter für die Suzlon Windkraftanlage vom Typ S88 (2,1 MW) zur Erfüllung der Netzeinspeiserichtlinien. Integriert in die S88 ermöglichen die PCS Umrichter den Windenergieanlagen die Einhaltung der Netzstützung bei Spannungseinbrüchen (Fault Ride Through). Das Gesamtsystem der S88 von Suzlon mit dem Green Line 1000 hat bereits in 2009 die entsprechende Zertifizierung zum Nachweis der Netzverträglichkeit durch den Germanischen Lloyd erhalten. Wir freuen uns sehr, ein Teil dieses Projektes zu sein – der geplante Windpark ist eines der führendsten Energieprojekte in Südafrika. Genehmigt vom dortigen Umweltamt können in Zukunft sogar bis zu 200 Windkraftanlagen errichtet und damit dann bis zu 88.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Windmesse: Die politische Lage zum Thema Windenergie ist derzeit angespannt. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung Ihres Unternehmens in der Windbranche?

PCS: Der technische Trend ist äußerst positiv für PCS. Immer mehr Länder verschärfen Ihre Netzanschlussbedingungen und fordern von Windenergieanlagen zusätzliche Funktionen und Eigenschaften. Mit einigen Nachrüstprodukten sowie der Vollumrichterfamilie ist PCS dafür gewappnet und wird weiter Marktanteile gewinnen. Politik hat stets eine wesentliche begleitende Rolle für die Windenergie gespielt. Die Rahmenbedingungen und die Stabilität einzelner Länder bewerten wir unterschiedlich. Gut ist dabei, dass eine zunehmende Anzahl an Ländern auf Windenergieanlagen als dezentrale Energiequelle baut und mit entsprechenden Maßnahmen den Ausbau fördert. PCS wägt dabei Chancen und Risiken ab und ist damit bislang gut gefahren.

PCS wird sich daher auch 2013 technologisch auf das Thema Netzstabilität konzentrieren. Der bereits bekannte Blindstromrichter (Green Line 1000) wurde, analog der sich verschärfenden Grid Codes weltweit, ergänzt um eine Komplettlösung für das Durchfahren von Netzeinbrüchen (LVRT) – den Green Line 3000. Er erfüllt die Anforderungen der internationalen Grid Codes an Windenergieanlagen, sich im Fall eines Netzeinbruches nicht vom Netz zu trennen. Nicht nur die Bereitstellung von Blindstrom, auch die Aufrechterhaltung der Generatorspannung reduziert die Belastung der mechanischen Bauteile und sorgt für einen stabilen Energieoutput selbst beim Netzeinbruch. Als Nachrüstlösung oder in Neuanlagen ist das Produkt einfach in die Anlagen zu integrieren und kommt daher dem Anspruch der Betreiber nach auch kostengünstig zu sein. Die Technologie muss sich also weiter entwickeln – gerade um die aktuellen, politischen Unstimmigkeiten zum Thema Förderung etc. auszugleichen und der Industrie weiter Aufschwung zu geben. Die Windkraft muss sich weiterentwickeln – aber nicht nur in Richtung neuer Innovationen sondern für zukünftig mehr Beständigkeit und Kostensenkung.

Vielen Dank für das Interview!

Quelle:
PCS Power Converter Solutions GmbH
Email:
info@pcs-converter.com
Link:
www.pcs-converter.com/...
Windenergie Wiki:
Windpark, MW




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