2021-04-20
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Meldung von Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)

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WINDBRANCHE MACHT MIT ROTORBLATTAKTION IHREN STANDPUNKT ZUR EEG-DEBATTE KLAR

Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) hat am Samstag mit einem 44 Meter langen Rotorblatt einer Windenergieanlage seine Position zur EEG-Debatte klargemacht.

Berlin, 15. Oktober 2012.  Das Rotorblatt wurde mit Hilfe eines  Schwerlasttransporters am Samstagvormittag auf die Berliner  Heinrich-von-Gagern-Straße gestellt. Die Straße befindet sich im  Regierungsviertel zwischen Bundeskanzleramt und Bundestagsgebäude.  Bereitgestellt wurde das Rotorblatt vom Vestas-Werk in Lauchhammer, von wo  aus es bereits am Freitagabend nach Berlin Spandau gebracht wurde. Von dort  ging der Transport am Samstagmorgen in die Berliner Innenstadt. 

Dem Verband ging es bei der Aktion darum zu verdeutlichen, dass die Erhöhung  der EEG-Umlage nur zu einem Teil auf den Ausbau Erneuerbarer Energien  zurückzuführen ist. Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie  (BEE) haben ergeben, dass von der EEG-Umlage 2013 in Höhe von  voraussichtlich 5,27 Cent die eigentlichen Förderkosten für Erneuerbare  Energien gerade einmal 2,26 Cent ausmachen, darunter die Windenergie an Land 
sogar nur 0,21 Cent. Ein Viertel der EEG-Umlage 2013 ist auf die zunehmende  Befreiung der energieintensiven Industrie zurückzuführen. Ein weiterer  Faktor ist der sinkende Börsenstrompreis, von dem zwar auch die Industrie  profitiert, der aber nicht an die Haushaltskunden weitergegeben wird. Im  Gegenteil: Ein sinkender Börsenstrompreis, der maßgeblich durch die  verstärkte Einspeisung Erneuerbaren Stroms entsteht und damit zu günstigen  Preisen im Strommarkt führt, wird den Erneuerbaren nicht gut gerechnet,  sondern der Umlage zugeschlagen. 

Klar ist, dass auch die konventionellen Energien in den letzten Jahrzehnten  umfangreich subventioniert wurden. Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale  Marktwirtschaft (FÖS) belegt, dass Kohle, Atom und Gas zwischen 1970 und  2012 mit 611 Milliarden Euro subventioniert wurden. Würde man diese Kosten  ähnlich der EEG-Umlage auf den Strompreis umlegen, würden die Verbraucher  für diese „Konventionelle-Energien-Umlage“ im Jahr 2012 10,2 Cent/kWh 
bezahlen. Es ist erstaunlich, dass die Politik dem Verbraucher gegenüber  diese Kosten verschweigt.

„Mit unserer Aktion wollen wir die Verbraucher über diese Tatsachen  aufklären. Sie soll auch ein Signal an die Politik sein, von der wir uns  erhoffen, dass sie die tatsächlichen Kosten der Erneuerbaren Energien besser  erklärt. Dazu kommt, dass in der öffentlichen Debatte die positiven Effekte  der Erneuerbaren im Allgemeinen und der Windenergie im Besonderen nahezu 
komplett ausgeblendet werden“, betonte BWE-Präsident Hermann Albers bei  seiner Rede auf der Aktion.

So etwa haben Erneuerbare im Jahr 2011 die Emission von 130 Millionen Tonnen  Treibhausgas und damit auch Umweltschäden in Höhe von 10 Milliarden Euro  vermieden. Allein auf den Strombereich entfielen dabei 86 Millionen Tonnen.  Darüber hinaus wurde durch Erneuerbare in demselben Jahr der Import fossiler  Brennstoffe in Höhe von 7,1 Milliarden Euro vermieden. Erneuerbare Energien  sorgen für Arbeit. So arbeiten etwa im Windbereich heute bereits über 
100.000 Menschen, Tendenz steigend. Studien gehen davon aus, dass 2020  bereits bis zu 160.000 Menschen in der Branche arbeiten werden.

„Subventionen für die Großindustrie dürfen nicht als Förderung für die  Erneuerbaren getarnt werden“,

forderte auch der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Dr. Aribert  Peters, der ebenfalls auf der Veranstaltung sprach. "Wir brauchen die  Erneuerbaren Energien, damit die Energiepreise langfristig bezahlbar  bleiben", so Peters weiter.

Thematisiert wurde auch, dass in dieser Woche vorgelegte Papier des  Bundesumweltministers zum EEG. "Wir begrüßen, dass Peter Altmaier die  Debatte wieder in einen geordneten Prozess und in einen Dialog zurückführen  will. Daran werden wir uns beteiligen. Die vorgeschlagene Deckelung ist  jedoch für die Windenergie ein völlig ungeeignetes Instrument, das der  Realität bei Planung und Finanzierung von Windenergieprojekten nicht gerecht  wird. Zwischen erster Planung und Umsetzung eines Projektes vergehen vier,  fünf oder sogar mehr Jahre. Ein Unternehmen, das nicht weiß, ob bei  Fertigstellung des

Projektes überhaupt noch seine wirtschaftliche Grundlage gegeben ist, wird   so ein Projekt nicht mehr entwickeln können“, erklärte BWE-Präsident  Albers.
Quelle:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)
Email:
info@wind-energie.de
Link:
www.wind-energie.de/...
Windenergie Wiki:
BWE



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