2021-08-02
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Meldung von PHOENIX CONTACT Deutschland GmbH

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Diese Woche: PHOENIX CONTACT Electronics GmbH: Anforderungen an die Maschinensicherheit in Windenergieanlagen

Als Anbieter von industrieller Automatisierungstechnik bietet Phoenix Contact maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen in der Windenergie-Branche.

Blomberg, 24.04.2012. Gemäß der Maschinenrichtlinie beinhalten unsere Lösungen Sicherheitstechnik für den Personen- und Maschinenschutz: Hierfür werden auch die erforderlichen Maßnahmen für die funktionale Sicherheit umgesetzt.

Die EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG legt die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für die Konstruktion und den Bau von Maschinen fest. Da Windenergieanlagen unter den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie fallen, müssen deren Hersteller diese einhalten, wenn sie die Anlage im europäischen Wirtschaftraum in Verkehr bringen. Mit dem Aufbringen der CE-Kennzeichnung an der Maschine garantiert der Hersteller die Übereinstimmung mit dieser Richtlinie. Die Maschinenrichtlinie hat Gesetzescharakter und ist in nationales Recht umgesetzt (für Deutschland in der neunten Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz).

Neben dieser gesetzlichen Anforderung für eine Windenergieanlage gibt es weitere Normen und Standards, nach denen Hersteller ihre Anlagen durch unabhängige Stellen zertifizieren lassen können. Dazu gehören zum einen die DIN IEC 61400 und die DIN EN 50308 aber zum anderen auch die aktuelle GL-Richtlinie (Ausgabe 2010), die ein weltweit akzeptables Sicherheitsniveau von Windenergieanlagen beschreibt. Auch die Berücksichtigung der Sicherheitsanforderungen aus diesen Standards kann dazu beitragen eine Windenergieanlage nach Maschinenrichtlinie gesetzeskonform herstellen und betreiben zu können.

Die 2006/42/EG fordert in ihrem Anhang VII, Teil A die folgenden technischen Unterlagen:

- einen Gesamtplan der Maschine sowie deren Steuerpläne
- eine Liste der grundlegenden Anforderungen dieser Richtlinie, eine Liste der Normen, eine Liste der anderen technischen Spezifikationen, die bei der Konstruktion der Maschine berücksichtigt wurden
- Betriebsanleitung
- EG-Konformitätserklärung
- Ggf. Einbauerklärungen und Montageanleitungen
- Risikobeurteilung

Ein Großteil dieser technischen Dokumentation lässt sich aus der für die Windenergieanlage durchgeführten Risikobeurteilung ableiten. Hierin werden beispielsweise Verwendungsgrenzen (bestimmungsgemäße Nutzung, Fehlanwendung), zeitliche Grenzen (Lebensdauer, Wartungsintervalle), räumliche Grenzen (Platzbedarf für Wartungspersonal), weitere Grenzen (Temperaturbereiche) festgelegt und anschließend unter Betrachtung jeder einzelnen Gefahrenstelle die Anforderungen an die funktionale Sicherheit der Anlage bestimmt. Neben der Entwicklung und Konstruktion von mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektromechanischen Steuerungskomponenten sind hier auch programmierbare Steuerungen zu betrachten. Dieser Prozess wird durch die Norm DIN EN ISO 13849-1 beschrieben und kann für Windenergieanlagen angewendet werden, da es keine aktuelle C-Norm (Maschinensicherheitsnorm) für diese Maschinen gibt. Dadurch, dass die DIN EN ISO 13849-1 zu den harmonisieren europäischen Norm zählt, geht von ihr die Konformitätsvermutung zur Maschinenrichtlinie aus. Sie verwendet den Begriff Performance Level (PL a bis PL e), der die Fähigkeit von sicherheitsbezogenen Teilen einer Steuerung spezifiziert, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen. So kann aus der Risikobeurteilung der Windenergieanlage abgeleitet werden, nach welchem Performance Level eine entsprechende Sicherheitsfunktion laut DIN EN ISO 13849-1 auszulegen ist.

Phoenix Contact hat nicht nur ein großes Produktportfolio an sicheren Schaltgeräten und Steuerungen für skalierbare Lösungen im Bereich der Windenergie, sondern auch ein umfangreiches und individuelles Dienstleistungsangebot durch zertifizierte Sicherheits-Experten, welches an den Sicherheitslebenszyklus von Maschinen angelehnt ist. Unser Spezialistenteam unterstützt Sie mit Schulungen, Workshops, Engineering-Dienstleistungen oder mit individuellen Beratungen - bei der Projektplanung oder bei der Umsetzung der sicherheitsgerichteten Funktionen. Im Rahmen einer Moderation werden die einzelnen Phasen des Sicherheitslebenszyklus von Maschinen beim Kunden begleitet. So kann beispielsweise zusammen mit ihren Spezialisten eine komplette Risikobeurteilung einer Windenergieanlage durchgeführt werden.
Quelle:
PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
Autor:
Markus Zimmermann
Email:
windenergy@phoenixcontact.com
Link:
www.phoenixcontact.com/...



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