2018-11-13
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Meldung von HUBER+SUHNER GmbH

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HUBER+SUHNER bleibt auf dem Wachstumspfad

Alle drei Technologiesegmente erhöhen Auftragseingang und Umsatz – EBIT-Marge knapp unterhalb des mittelfristigen Zielbands – Niederfrequenz schafft Turnaround – Tiefere Profitabilität in der Fiberoptik – Kleine Akquisition zur gezielten Stärkung des Know-how im Hochfrequenz-Systemgeschäft

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Im Geschäftsjahr 2017 konnten alle Technologiesegmente sowohl im Auftragseingang wie im Umsatz zulegen. So nahm der Auftragseingang insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 10.7 % zu auf CHF 826.3 Mio. Dabei machte die Niederfrequenz aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage sowohl aus dem Bahn- wie aus dem Automobilmarkt einen Wachstumssprung (+29.9 %), während die Hochfrequenz und die Fiberoptik die Aufträge im einstelligen Prozentbereich zu steigern vermochten (+6.0 % bzw. +2.1 %). Im Umsatz betrug das Wachstum über alle Technologiesegmente 5.0 % auf CHF 774.0 Mio. Bereinigt um Währungs-, Kupfer- und Portfolioeffekte, lag das organische Wachstum bei 2.2 %. Nach Regionen betrachtet, entfielen 45 % (Vorjahr: 46 %) des Umsatzes auf EMEA. Während APAC den Anteil auf 36 % (VJ: 34 %) zu steigern vermochte, ging dieser in den Amerikas auf 19 % (VJ: 20 %) zurück.

Die EBIT-Marge sank gegenüber dem Vorjahr um 2.0 Prozentpunkte auf 7.5 % und lag damit knapp unterhalb des mittelfristigen Zielbands von 8–10 %. Dieser Rückgang der Profitabilität war im Wesentlichen auf den hohen Preisdruck bei Grossprojekten im Kommunikationsmarkt, den veränderten Businessmix sowie auf höhere Investitionen sowohl in den Vertrieb als auch in Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Letztere Aufwendungen haben um CHF 4 Mio. auf CHF 34 Mio. zugenommen. Der Konzerngewinn fiel entsprechend mit CHF 42.1 Mio. gegenüber Vorjahr (CHF 53.2 Mio.) ebenfalls tiefer aus, was einer Umsatzgewinnrate von 5.4 % entspricht. Die Anzahl fest angestellter Mitarbeitender erhöhte sich um 169 auf 4200, zurückzuführen auf den Ausbau der Produktionskapazitäten in Regionen mit stark wachsendem Geschäft wie beispielsweise in China. In der Schweiz ging die Anzahl fest angestellter Mitarbeitender leicht auf 1237 zurück.

Kommunikationsmarkt auf Vorjahresniveau, Transport und Industrie mit starkem Wachstum

Uneinheitlich verlief das Geschäftsjahr 2017 im Kommunikationsmarkt. Nach einem deutlichen Wachstum im ersten Halbjahr drehte sich die Situation ab Jahresmitte, sodass für das Gesamtjahr bei einem Umsatz von CHF 375.7 Mio. (+0.8 %) bzw. Auftragseingang von CHF 391.1 Mio. (+0.2 %) Werte knapp über Vorjahr resultierten. Während das Geschäft mit Kommunikationsausrüstern abnahm, kompensierte das Wachstum mit Mobilfunknetzbetreibern und mit Kunden im Marktsegment Rechenzentren diesen Rückgang. Der Umsatz im Transportmarkt wuchs um 8.9 % auf CHF 216.1 Mio. Ein noch stärkerer Anstieg (+30.3 %) auf CHF 244.3 Mio. gelang beim Auftragseingang. Dank einer im Jahresverlauf zunehmenden Dynamik im asiatischen Bahnmarkt konnte das Unternehmen grosse Kundenaufträge für Kabel- und Systemlösungen gewinnen. Im Automobilmarkt kommt die Wachstumsinitiative gut voran, welche durch das generell günstige Marktumfeld zusätzlich unterstützt wurde. Ebenfalls erfreulich verliefen Umsatz und Auftragseingang in den industriellen Hightech-Nischen. Der Umsatz nahm zu auf CHF 182.2 Mio. (+9.7 %), der Auftragseingang sogar auf CHF 190.9 Mio. (+13.1 %). Im Marktsegment Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik eröffnen neue Anwendungsbereiche wie die Übertragung von Hochfrequenzsignalen über Glasfaser (RF-over-Fiber) und komplette Hochfrequenzlösungen zusätzliches Potenzial für die Zukunft.

Technologiesegment Hochfrequenz: starkes Ergebnis und Akquisition zur gezielten Know-how-Stärkung

In der Hochfrequenz konnten sowohl der Auftragseingang mit CHF 239.9 Mio. (+6.0 %) wie auch der Umsatz mit CHF 231.2 Mio. (+5.2 %) gegenüber Vorjahr zulegen. Mit einer EBIT-Marge von 13.6 % leistete dieses Technologiesegment einen starken Ergebnisbeitrag. Obwohl der Druck aus dem Kommunikationsmarkt auch hier spürbar war, konnte die Hochfrequenz dank Marktanteilgewinnen in den Segmenten Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik bzw. Mess- und Prüftechnik insgesamt ein gutes Wachstum erreichen. Mit der Akquisition der Firma Inwave Elektronik AG wurde in der Schweiz gezielt in Know-how von Hochfrequenz- und RF-over-Fiber-Lösungen investiert.

Technologiesegment Fiberoptik: leichtes Wachstum bei tieferer Profitabilität

Das Technologiesegment Fiberoptik insgesamt erlebte im Jahresverlauf eine abnehmende Dynamik, schloss das Geschäftsjahr aber trotzdem mit einem Plus ab von 3.4 % im Umsatz auf CHF 316.2 Mio. und von 2.1 % im Auftragseingang auf CHF 329.2 Mio. Die EBIT-Marge war mit 5.6 % ungewohnt tief, was im Wesentlichen auf zwei Ursachen zurückzuführen war: Zwar konnten beim Ausbau der Mobilfunknetze auf den 4G/LTE-Standard Marktanteile gewonnen werden. Da die grossen Ausbauten jedoch in preissensitiven Schwellenländern mit entsprechend hohem Margendruck erfolgten, reduzierte dies die Durchschnittsmarge. Zudem erlebte die Fiberoptik in der zweiten Jahreshälfte einen signifikanten Umsatzrückgang mit den profitablen Wellenlängenmultiplexer-Produkten (WDM). Positiv entwickelte sich das Geschäft im Marktsegment Rechenzentren. Neue Kundenprojekte in allen Regionen unterstreichen die Chancen in dieser strategischen Wachstumsinitiative.

Technologiesegment Niederfrequenz: erfolgreicher Turnaround und hoher Auftragsbestand

Dank des eindrücklichen Turnarounds im zweiten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz des Technologiesegments Niederfrequenz markant um 7.0 % auf CHF 226.6 Mio. Noch eindrücklicher war die Entwicklung im Auftragseingang: Mit CHF 257.2 Mio. konnte eine Zunahme gegenüber Vorjahr um 29.9 % verzeichnet werden. Auch die EBIT-Marge legte deutlich zu und erreichte 5.1 %. Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Gründe: Einerseits wirkte sich das Wachstum im asiatischen Bahnmarkt positiv auf die Ertragskraft dieses Bereichs aus. Andererseits brachte die strategische Bereinigung eine erhebliche Entlastung auf der Kostenseite. Im Zuge dieser Bereinigung wurden unter anderem das aus Polen betriebene Geschäft mit Build-to-print-Bahnkabelsystemen verkauft und der Standort in Derby (UK) geschlossen. In die Wachstumsinitiative Elektrofahrzeuge getätigte Vorinvestitionen trugen erste Früchte in Form von Bestellungen von RADOX® HPC Schnellladesystemen und Hochvolt- Verteilsystemen im Fahrzeug.

Dividende

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Ausschüttung von CHF 1.10 pro Aktie vor. Damit beliefe sich die Ausschüttungsquote auf 51 %.

Ausblick

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für HUBER+SUHNER dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Der Zielmarkt Kommunikation dürfte in Schwellenländern weiterhin grosse Volumina generieren, allerdings auch unter hohem Preisdruck bleiben. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffnet Chancen in der Anwendung Fiber-to-the-Home. Das weltweit steigende Datenvolumen treibt den Bedarf für neue Rechenzentren. Im Zielmarkt Transport dürfte der positive Schwung im asiatischen Bahnmarkt anhalten, während im Automobilmarkt alle grossen Hersteller ihre Fahrzeugpaletten mit Elektrofahrzeugen ergänzen. Im Industriemarkt sind insbesondere aus dem Marktsegment Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik positive Impulse zu erwarten.

Aus heutiger Sicht erwartet HUBER+SUHNER aufgrund der aktuell guten Auftragslage und bei vergleichbarer Wechselkurssituation wie 2017, weiterhin auf dem Wachstumspfad zu bleiben und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8–10 % zu steigern.

Unter folgendem Link sind der Lagebericht sowie der Geschäftsbericht (englisch) von HUBER+SUHNER verfügbar:

Quelle:
HUBER+SUHNER
Autor:
Pressestelle
Link:
www.hubersuhner.com/...
Keywords:
HUBER+SUHNER, Bericht, Geschäftsbericht, Finanzen, Bilanz, Segmente, Dividende



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