2022-01-28
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TetraSpar: Windturbine auf weltweit erstem vollständig industriell gefertigten, schwimmendem Fundament in Betrieb

Die TetraSpar-Pilotanlage von Shell, TEPCO RP, RWE und Stiesdal wurde erfolgreich an das norwegische Stromnetz angeschlossen. Das schwimmende Fundament samt Turbine wurde im Juli von Dänemark nach Norwegen geschleppt. Jetzt wurde die Anlage in Betrieb genommen und erzeugt Strom. Das Konzept zeichnet sich durch niedrige Materialkosten und kurze Montage- und Errichtungsprozesse aus.

Die Windturbine auf dem schwimmenden TetraSpar-Fundament ist in 200 Metern Wassertiefe vor der Küste Norwegens verankert und vollständig in Betrieb genommen. Das Projekt geht nun in die Testphase. Ziel ist es, Daten zu Verhalten und Leistung zu erheben und so den Weg für kommerzielle schwimmende Windkraftanlagen zu ebnen.
Das modular aufgebaute TetraSpar-Konzept besteht aus einer Stahlrohrkonstruktion mit darunter hängendem Kielelement. In diesem Sommer wurde das schwimmende TetraSpar-Fundament samt Turbine rund 360 Seemeilen vom Montagehafen Grenaa in Dänemark zum Teststandort im norwegischen Marine Energy Test Centre (METCentre) geschleppt. Die Inbetriebnahme der 3,6-Megawatt-Windturbine von Siemens folgt auf eine Reihe an vorherigen Meilensteinen:

  • Erfolgreiche Komponentenfertigung für das weltweit erste industriell gefertigte schwimmende Fundament für Offshore-Windkraftanlagen.
  • Montage der einzelnen Fundamentkomponenten im Hafen (ohne Schweißarbeiten).
  • Zuwasserlassen der schwimmenden Konstruktion und anschließende Installation der Turbine von der Kaikante mit einem herkömmlichen Kran.
  • Sichere Unterwasserinstallation des Kielelements, nachdem die Anlage ausreichend tiefe Gewässer erreicht hatte. Im Gegensatz zu anderen Konzepten war es dadurch möglich das
  • TetraSpar-Fundament bereits im Hafen mit geringer Wassertiefe vorzufertigen.

Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass das von Stiesdal entwickelte ‚Tetra’-Konzept Vorteile gegenüber anderen Konstruktionen für schwimmende Windkraftanlagen hat: das Potenzial für schnellere Herstellungs-, Montage- und Errichtungsprozesse sowie geringere Materialkosten.

Henrik Stiesdal, Chairman of the Board of Directors, TetraSpar Demonstrator ApS:
„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt. Am allerwichtigsten ist, dass wir alle Projektphasen ohne nennenswerte Sicherheitsvorfälle abgeschlossen haben, und das, obwohl es sich um ein innovatives Projekt handelt mit Komponenten, die noch nie zuvor eingesetzt wurden. Die fundierte Erfahrung unserer Projektpartner war hier von unschätzbarem Wert. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich sehr, dass neue Technologien, die noch vor ein paar Jahren Wunschdenken waren und nur auf dem Papier bestanden, nun erfolgreich umgesetzt wurden. Alles weist darauf hin, dass unser Hauptziel, nämlich die schwimmende Windkraft zur Marktreife zu führen, erreicht werden kann, nicht nur auf Prototyp-Ebene, sondern im großtechnischen Maßstab.“
Laut Van Seventer, Commercial Lead for Offshore Wind bei Shell:
„Wir sind froh, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben und stolz auf unseren Beitrag zu diesem wirklich innovativen Konzept. Shell hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Weiterentwicklung der schwimmenden Windkraft durch technische und finanzielle Unterstützung viel versprechender Konzepte wie TetraSpar weltweit voranzutreiben. Langfristig hoffen wir, die Technologie der schwimmenden Windkraftanlagen weltweit und im großtechnischen Maßstab einzusetzen, um die Dekarbonisierung unserer Kunden und der Gesellschaft insgesamt zu ermöglichen.“
Seiichi Fubasami, President bei TEPCO RP:
„Die Erwartungshaltung in Bezug auf schwimmende Offshore-Windparks ist international hoch. Eines der derzeit anspruchsvollsten Projekte ist TetraSpar. Jeder einzelne Prozessschritt, von Fertigung und Montage über das Zuwasserlassen der schwimmenden Konstruktion bis hin zur Installation hat gut geklappt. Wir freuen uns sehr, dass die Anlage nun in Betrieb ist. In Japan rechnen wir damit, dass ab 2030 mehr schwimmende Offshore-Windparks gebaut werden, damit das Land sein Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, erreichen kann. Das TetraSpar-Konzept lässt sich
unter den in Japan vorherrschenden Bedingungen umsetzen und erlaubt den einfachen Aufbau regionaler Lieferketten. Floating-Wind wird eine wichtige Rolle spielen, um Erneuerbare Energien grundlastfähig zu machen. Schwimmende Windkraftanlagen sind eine vielversprechende neue Technologie und wir sind zuversichtlich, dass sich TetraSpar vor der Küste Norwegens auch in den nächsten Jahren bewährt.“
Sven Utermöhlen, CEO Offshore Wind bei RWE Renewables:
„Dieses Pilotprojekt war herausfordernd und inspirierend zugleich. Die Idee des TetraSpar-Fundamentkonzepts ist die industriell-modulare Fertigung und Montage, was für eine langfristige Kostensenkung entscheidend sein wird. Dank unserer intensiven Mitarbeit in diesem Projekt haben wir aus erster Hand erfahren, wie sich dieser modulare Ansatz auf kommerzielle Projekte skalieren lässt. Dank der guten Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern konnten wir das innovative Fundament sicher in Betrieb nehmen. Wir haben viel gelernt – etwa wie wichtig es ist, unsere Erfahrung mit fest im Meeresboden installierten Fundamenten auf schwimmende Fundamente zu übertragen. Dieser Erfolg spornt uns an, weiterhin eine Vorreiterrolle bei Floating-Offshore-Wind einzunehmen und Innovationen weiter voranzutreiben.“

In der bevorstehenden Testphase werden die vier Projektpartner wichtige Einblicke in den Betrieb erhalten sowie die Gelegenheit, die beim TetraSpar angewandte Technologie weiter zu optimieren. Mit Hilfe der Ergebnisse wollen die Partner neue Regionen für Offshore-Wind erschließen und so zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Stromerzeugung beitragen.

Quelle:
RWE Renewables
Autor:
Sarah Knauber
Email:
sarah.knauber@rwe.com
Keywords:
RWE, Shell, TertraSpar, Wind, Windturbine, Fudament, schwimmend, floating, offshore, Windenergie, Windkraft
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, Megawatt, Dekarbonisierung



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