2021-11-28
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Mit Kreativität zu mehr Liquidität

Rückbaubürgschaften vom Versicherer sind eine effektive Möglichkeit, Kapital freizusetzen.

Betreibern von Windkraftanlagen weht aus finanzieller Sicht schon gleich zu Anfang des Betriebs kräftig der Wind ins Gesicht – wenn die Bank für eine Bürgschaft eine 1:1-Hinterlegung für den Abriss vor Baubeginn verlangt. Und das unter Umständen sogar in bar.

Laut Gesetzestext ist die Sicherheitsleistung für den Rückbau einer Anlage durch „eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft unter Verzicht auf die Einrede der Vorausklage gemäß den §§239 Abs.2 und 773 Nr.1 BGB zu erbringen. … Voraussetzung für die Freigabe der Bauarbeiten … ist die Hinterlegung der geforderten Sicherheitsleistungen … .“

Was dem Gesetzgeber als Sicherheit dient, ist für den Betreiber totes Kapital, das er wie ein Klotz am Bein hinter sich her zieht und das ihm im Tagesgeschäft schlicht und einfach fehlt.

Da das hinterlegte Kapital in der Regel nur mit 2 bis 3 % verzinst wird, hat die Hinterlegung gerade mal Sparbucheffekt. Und auch die teilweise eingeräumte Ansparphase erlaubt keinen ausreichenden Spielraum über das vorhandene Barkapital.

Liquiditätssteigerung durch Auslagerung von Bürgschaften

Auf der Suche nach Alternativen sind also Ideen gefragt. Eine davon ist die bisher wenig bekannte Möglichkeit der Auslagerung von Bankbürgschaften hin zu einem Kautionsversicherer. Der Trierer Kautionsmakler Gracher ist Experte in diesem für Laien weitgehend unübersichtlichem Metier. Er hat für den Bereich der Windenergie mit Rückbaubürgschaften ein Produkt konzipiert, das auf der einen Seite Sicherheit für die Landbesitzer beziehungsweise die untere Baubehörde garantiert und auf der anderen einen größeren finanziellen Spielraum schafft. Das ist gerade dann wichtig, wenn die Liquiditätsdecke zu kurz wird. Da beim Betrieb von Windkraftanlagen einer der wichtigsten Faktoren, der Wind, eine langfristig sichere Planung naturgemäß sehr schwierig macht, ist die Sicherung der finanziellen Liquidität insofern von besondere Relevanz, da zu knapp bemessene Reserven besonders in windschwachen Jahren schnell zur Zahlungsunfähigkeit führen können.

Erhöhung der Liquidität ist also elementar. Mit einem einfachen Beispiel bringt Gracher etwas Licht ins - zugegeben nicht ganz einfache - Thema.

Beispiel:
Für eine Anlage wird eine Bürgschaftssumme von 100.000 Euro veranschlagt. Dem Betreiber steht die Möglichkeit offen, diese Summe aus seinem Barvermögen zu hinterlegen, bzw. einen Bürgschaftskredit aufzunehmen.

Alternativ finanziert der die gesetzlich vorgeschriebene Rückbaubürgschaft über einen Kautionsversicherer, der in diesem Fall die Bürgschaft übernimmt. Als Sicherheit verlangt dieser nach einer vereinfachten Bonitätsprüfung des Unternehmens 50% der Bürgschaftssumme, also 50.000 Euro Sicherheiten. Für den Betreiber bedeutet das 50.000 Euro mehr Liquidität, die für das Tagesgeschäft eingesetzt werden kann.

Der Vorteil: durch mehr Liquidität können z.B. Rechnungen eher bezahlt und Skonti in Anspruch genommen werden - was wiederum zu einer Entlastung im laufenden Geschäft führt oder die Ausschüttung des freiwerdenden Kapitals an die Anteilseigner ermöglicht. Die Kosten für die Rückbaubürgschaft sind dabei relativ gering. Sie betragen zwischen 0,8 % - 1,5 % vom Bürgschaftsbetrag jährlich über die gesamte Laufzeit.

Rückbaubürgschaften sind aber nicht nur für Neugründer ein interessantes Thema, auch bestehende Verträge können umgeschichtet werden. Für eine Anlage, die bereits in Betrieb ist, können bestehende Bürgschaften ausgelagert werden. Auch hier ein einfaches Beispiel:

Für die Bürgschaft ermöglichte die Bank eine Ansparzeit von 4 Jahren. Nach zwei Jahren und einer Ansparsumme von 50 % wird die Bürgschaft an einen Versicherer ausgelagert. Nach Prüfung des Unternehmens reichen diese 50 % bereits aus, so dass dem Unternehmen die weiteren 50 % als liquides Kapital zur Verfügung stehen.

„Natürlich“, so betont Geschäftsführer Gracher, „sind alle Verträge individuell zu prüfen, in der Regel kann man aber sagen, das 30 % bis 70 % weniger Kapital gebunden wird.“
Quelle:
Die Textstelle für Werbung und PR
Autor:
Katrin Radeck
Link:
www.gracher.de/...







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