2019-10-17
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Griechenland als Floating-Paradies?

Die Ankündigung der griechischen Regierung, erneuerbare Energien im Land in den kommenden Jahren massiv auszubauen, weckt Begehrlichkeiten. Nun bringt sich der norwegische Konzern Equinor in Stellung: Griechenland sei ein idealer Standort für schwimmende Windkraftanlagen.

Windenergie ist den Bewohnern von Mykonos nicht fremd. Bald könnten schwimmende Offshore-Anlagen dazu kommen. (Bild: Pixabay)Windenergie ist den Bewohnern von Mykonos nicht fremd. Bald könnten schwimmende Offshore-Anlagen dazu kommen. (Bild: Pixabay)

Schwimmende Windkraftanlagen in der Ägäis? Ein Anblick, an den sich Einheimische und Touristen demnächst gewöhnen müssen, zumindest wenn es nach dem norwegischen Energiekonzern Equinor geht. Das Unternehmen, das früher als Statoil vor allem im Öl- und Gasbereich aktiv war, stellt allerdings Bedingungen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Arne Eik, Equinors führender Business Developer für schwimmenden Offshore-Wind: „Ich denke, das physische Potenzial ist vorhanden. Es gibt Gebiete mit gutem Wind und geeigneten Wassertiefen. Nun geht es darum, ob es Rahmenbedingungen geben wird, die es Entwicklern ermöglichen, ein Projekt zu erstellen.“

Nach der großen Wirtschaftskrise vor einigen Jahren kommt Griechenland langsam wieder auf die Beine und will künftig weniger abhängig von kostspieligen Energieimporten sein. Deshalb sollen nach dem Willen der Regierung erneuerbare Energien ausgebaut werden. Vor allem Sonne und Wind sind auf den vielen Inseln im Mittelmeer reichlich vorhanden. Ziel der Regierung ist, den Anteil der Solar- und Windenergie an der Stromerzeugung bis 2030 auf 48 Prozent zu verdoppeln, gegenüber knapp 26 Prozent im Jahr 2016.

Dazu soll bereits bis nächstes Jahr die installierte Solar- und Windkapazität um 2 Gigawatt auf rund 5 GW wachsen. Bis 2030 sollen insgesamt 13 GW erreicht werden. Kein einfaches Unterfangen, weshalb neben PV-Projekten und Onshore-Windparks auch die Offshore-Windenergie in den Fokus rückt. Aufgrund der Wassertiefe sind herkömmlichen Anlagen mit festen Fundamenten allerdings Grenzen gesetzt. Daher will Griechenland nun einen neuen Rechts- und Verwaltungsrahmen schaffen, um im kommenden Jahr eine Pilotausschreibung für Floater durchführen zu können.

An dieser Stelle kommt Equinor ins Spiel. Das Unternehmen verfügt vor der Küste Schottlands über den bislang einzigen schwimmenden Windpark der Welt, kann also entsprechende Erfahrung vorweisen. Gegenüber Balkan Green Energy News erklärte das Unternehmen: „Aufgrund der hervorragenden Windverhältnisse vor der Küste, der tiefen Gewässer und der starken Industrie-, Werft- und Seetradition ist Griechenland gut positioniert, um eine wichtige Region für schwimmende Offshore-Windparks zu werden.“

So könnten auch die schwimmenden Anlagen in der Ägäis befestigt werden. Die Grafik zeigt den Hywind-Park von Equinor vor Schottlands Küste (Bild: Equinor)

So sollen laut Athener Nachrichtenagentur bereits erste Gespräche über einen möglichen Investitionsplan zwischen dem norwegischen Botschafter in Griechenland und der griechischen Regierung diskutiert worden sein, berichtet der Greek Reporter. Equinor geht davon aus, dass sich gerade die Ägäis aufgrund der dort relativ niedrigen Wellen als idealer Standort eignet. In der Gegend zwischen Tinos, Syros und den Mykonosinseln herrschen zudem auf der Meeresoberfläche starke Winde. Das Projekt soll bis zu 40.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen können, so der Bericht.

Neben den regulatorischen Anforderungen stellt Equinor noch eine weitere Bedingung: So soll das Projekt über eine Kapazität von mindestens 200 MW verfügen, um die Kosten möglichst niedrig zu halten. „Wir sind daran interessiert, in großem Maßstab zu bauen, um die Kosten zu senken, und wir denken, dass dies auch für Griechenland wichtig ist“, erklärt Eik.

Wenn die Behörden sich darauf einlassen, könnte Griechenland so also bald ein Paradies für schwimmende Windparks werden.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Griechland, Equinor, schwimmend, offshore, floating, Windkraftanlage, Ägäis, erneuerbare Energie, Behörde, Regulierung
Windenergie Wiki:
Windpark, MW



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