2018-06-20
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Kaum Belästigungen, hoher Stromertrag, breite Akzeptanz

Interkommunaler Windpark Dorn-Dürkheim / Dittelsheim-Heßloch / Alsheim steht im Einklang mit Zielen der Regionalplanung. Planungsfirma ABO Wind setzt auf Kooperation mit allen Beteiligten und reduziert Belastungen auf ein Minimum. Bürgerversammlung am Die

(Wiesbaden, 21. Januar 2011) Wenn Thomas Treiling über das
interkommunale Windkraftprojekt bei Dorn-Dürkheim spricht,
ist Begeisterung zu spüren: „Der Standort ist einfach ideal –
der Wind weht kräftig, die nächsten Wohnhäuser sind weit ent-
fernt, es gibt keine Probleme mit dem Naturschutz und die
Zusammenarbeit mit den diversen Behörden funktioniert
bestens“, schwärmt der Planer.
Seit rund einem Jahr arbeitet der Mitarbeiter der in Wiesbaden
und Heidesheim bei Mainz ansässigen Firma ABO Wind an dem
Windpark. Bis zu sieben Windenergieanlagen möchte der Projekt-
entwickler in der Gemeinde Dorn-Dürkheim errichten. Hinzu
kommen nach Möglichkeit noch einzelne weitere Anlagen auf
Dittelsheim-Heßlocher und Alsheimer Gemarkung. Der Windpark
wird sich dann über die Verbandsgemeinden Eich, Westhofen
und Guntersblum erstrecken und die Landkreise Alzey-Worms
und Mainz-Bingen verbinden.
Obwohl besonders viele Behörden unterschiedlicher Gebiets-
körperschaften an dem Projekt beteiligt sind, laufen die
Planungen sehr erfolgreich. Das liegt nach Einschätzung von
Teamleiter Jörg Nithammer auch daran, dass ABO Wind sich
an die Vorgaben und Ziele des Regionalplans Rheinhessen
-Nahe hält. Die Planungsgemeinschaft hat die Orts-,
Verbandsgemeinden und Landkreise durch eine interkommunale
Windvorrangfläche verbunden und ABO Wind diesen auf breite
Beteiligung und Akzeptanz ausgerichteten Ansatz aufgegriffen.

„Wir unterstützen das Ziel, Windenergieanlagen nur in dafür
vorgesehenen Vorranggebieten zu errichten, insbesondere an
einem Standort, der mehrere Orts- und Verbandsgemeinden
integriert“, betont Nithammer. Die Konzentration der klima-
freundlichen Energieproduktion auf dafür besonders geeignete
Flächen reduziert die Belastungen für das Landschaftsbild
auf ein unvermeidliches Minimum. Unter dem Gesichtspunkt
Landschaftsschutz ist der Windpark im Dreieck zwischen
Dorn-Dürkheim, Dittelsheim-Heßloch und Alsheim ohnehin
besonders verträglich. „Egal von welcher Ortschaft man auf
den Rhein blickt, der Windpark wird die Sicht nicht stören“,
erläutert Treiling.

Den Planungen zufolge kann der Bau der sieben Anlagen in
Dorn-Dürkheim noch in diesem Jahr beginnen. Die Gutachten
liegen vor, eine Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde
ist erfolgt der entsprechende Genehmigungsantrag wird noch
im Januar eingereicht werden. Die Erweiterung des Parks
in Dittelsheim-Heßloch und in der Gemarkung Alsheim soll
im Anschluss erfolgen, muss aber zum Teil noch mit den
Orts- und Verbandsgemeinden sowie den Flächeneigentümern
abgestimmt werden. Für das Gesamtkonzept hat ABO Wind
einen modernen und erprobten Anlagentyp ausgewählt – die
Enercon E 82 E 2 mit einer Nabenhöhe von 138 Metern,
einer Gesamthöhe von knapp 180 Metern und einer Nenn-
leistung von je 2,3 Megawatt. Fünf identische Anlagen mit
diesen Ausmaßen drehen sich bereits in Wörrstadt an der
Autobahn A 63.
Da es sich um einen überdurchschnittlich windhöffigen
Standort handelt, werden die Anlagen den Prognosen zufolge
im Schnitt jährlich rund 5,6 Millionen Kilowattstunden
Strom erzeugen. Insgesamt ist bei den 7 in Dorn-Dürkheim
geplanten Anlagen mit einem jährlichen Energieertrag von
rund 39 Millionen Kilowattstunden zu rechnen, was dem
Bedarf von mehr als 11.000 durchschnittlichen Haushalten
beziehungsweise 33.000 Menschen entspricht. Auch der
Beitrag des Windparks zum Klimaschutz ist beachtlich: Er
wird die Emission von jährlich knapp 34.000 Tonnen
Kohlendioxid vermeiden, die bei der konventionellen
Produktion dieser Strommenge freigesetzt werden. Basis
für die Berechnung sind Daten des Bundesumweltminis-
teriums.
Zwar stellt der Bau jedes Windparks einen Eingriff in die
Natur und eine Beeinträchtigung für die Tierwelt dar.
Doch während der Energieertrag an diesem Standort beson-
ders hoch ist, sind die nachteiligen Auswirkungen beson-
ders klein. Das zeigen die bereits erstellten tierökolo-
gischen und weiteren naturschutzfachlichen Gutachten
unabhängiger Experten. Auch die Schall- und Schatten-
immissionen, die von dem Windpark verursacht werden,
sind gering. Das liegt an den vergleichsweise großen
Abständen zu den Ortschaften: Die am nächsten zum Wind-
park gelegenen Häuser Dorn-Dürkheims sind 1.200 Meter
entfernt. Die weiteren Mindestabstände betragen:
Dittelsheim-Hessloch (1.500 Meter), Wintersheim
und Hillesheim (2.200 Meter) sowie Alsheim (2.800 Meter).
Zudem nutzt ABO Wind alle Möglichkeiten, um die unver-
meidlichen Belästigungen für Anwohner so gering wie
möglich zu halten. Die wegen des Luftverkehrs vorge-
schriebene nächtliche Hindernisbefeuerung der Anlagen
beispielsweise wird synchronisiert und die Lichtinten-
sität mit Hilfe eines Sichtweitenmessgeräts so weit wie
zulässig reduziert - bei klaren Wetterverhältnissen
um bis zu 90 Prozent.
Tagsüber, wenn viele eine Befeuerung als störend em-
pfinden würden, kann ganz auf Lichtsignale verzichtet
werden, weil farbliche Markierungen an Mast und Rotoren
eine gute Sichtbarkeit für den Flugverkehr gewährleisten.

Wirtschaftlich werden die Kommunen und Bürger von dem
Windpark profitieren, der die regionale Wertschöpfung
stärkt. Ein erheblicher Teil der Einnahmen aus der
klimaverträglichen Stromproduktion bleibt über Pacht-
zahlungen, Gewerbesteuer und Aufträge für lokale Bau-
unternehmen in der Region.
Ein von ABO Wind entwickeltes Pool-Modell stellt sicher,
dass die Pachteinnahmen möglichst gerecht unter den
Grundstückseigentümern innerhalb der Vorrangzone auf-
geteilt werden und auch die Kommunen und damit alle
Bürger einen nennenswerten Anteil erhalten. Zudem
bietet ABO Wind allen Bürgern diverse Möglichkeiten,
sich selbst finanziell an der Windkraft zu beteiligen
und von den gesetzlich garantierten langfristigen
Einspeisevergütungen zu profitieren. Anlegern bietet
ABO Wind etwa attraktiv verzinste Genussrechte mit
unterschiedlichen Laufzeiten sowie die Bürgerwindaktie
ABO Invest an, die in Kürze eine Beteiligung an einem
internationalen Windkraftportfolio bereits mit Beträgen
ab 2.000 Euro ermöglicht.

Noch detailliertere Informationen über den geplanten
Windpark erhalten Bürger bei einer Informationsveranstal-
tung am Dienstag, 25. Januar, um 19 Uhr in der Gemeinde-
halle in Dorn-Dürkheim, Bahnhofstraße 38. Dort stehen
auch die Projektplaner der ABO Wind für Fragen und
vertiefende Gespräche bereit.
Quelle:
ABO Wind AG
Autor:
Alexander Koffka
Email:
alexander.koffka@abo-wind.de
Link:
www.abo-wind.de/...
Windenergie Wiki:
Windpark, Megawatt, Enercon



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