2018-06-19
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Mehr gemeinsame Impulse für die Energiewende: Empfehlungen des GJETC an Deutschland und Japan

Nach zwei Jahren umfassender Forschungstätigkeit und interner wie öffentlicher Diskussion hat der Deutsch-Japanische Kooperationsrat zur Energiewende (GJETC) diese Woche in Berlin über gemeinsame Empfehlungen an die Politik, Industrie und Zivilgesellschaft der beiden Hochtechnologieländer beraten.

Die vierte Ratssitzung des GJETC fand am 14. und 15. Februar im Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin statt. (Bild: GJETC)Die vierte Ratssitzung des GJETC fand am 14. und 15. Februar im Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin statt. (Bild: GJETC)

Daraus hervorgegangen ist der erste Entwurf eines Abschlussberichts. Die finale Version des Berichts, die alle Ergebnisse der bisherigen gemeinsamen Ratsarbeit einbezieht, soll im März 2018 veröffentlicht werden. Vier zentrale Empfehlungen für ein Gelingen der Energiewende zeichnen sich jedoch bereits ab:

  1. Um eine Dekarbonisierung zu erreichen, müssen Deutschland und Japan in den nächsten 30 Jahren ihre Energiesysteme radikal umstrukturieren. Dies kann durch kontinuierlichen Wissensaustausch beschleunigt und effektiver gestaltet werden.
  2. Langfristige Ziele und Strategien zur Dekarbonisierung des Energiesystems bis 2050 müssen festgelegt und ambitioniert umgesetzt werden. Dann lassen sich die Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und soziale Akzeptanz gleichzeitig erreichen. Gemeinsame Analysen von Strategien, Kosten und Nutzen verbessern die Entscheidungsgrundlage.
  3. Die großen Umsetzungslücken bei den Energie-Einsparzielen müssen rasch geschlossen werden, um die enormen Vorteile zu erschließen. Dafür muss das Prinzip „Efficiency First“ in eine erweiterte und wirksame Energiespar-Governance umgesetzt werden.
  4. Die Liberalisierung des Strom- (und Gas-)sektors muss ambitioniert vorangetrieben werden, um Wettbewerb zu fördern und einer Vielzahl neuer und dezentraler Anbieter ein faires Aktionsfeld zu bieten.

„Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen und Ausgangspositionen können Japan und Deutschland bei der Energiewende viel voneinander lernen. Das hat die Ratsarbeit in den letzten beiden Jahren deutlich gezeigt und das spiegelt sich auch in unseren Empfehlungen wider“, sagte der japanische Co-Vorsitzende des GJETC, Prof. Masakazu Toyoda am Rande der vierten Ratssitzung im Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin. Die Ergebnisse und Empfehlungen gehen aus vier umfangreichen Studien zur Energiewende in Deutschland und Japan hervor, die der Rat Ende 2016 in Auftrag gegeben hatte.

Die Möglichkeiten für ein Gelingen der Energiewende sind vorhanden. Doch die Ziele und Strategien, beispielsweise hinsichtlich Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien, sind nicht immer einheitlich. Auch darüber wurde während der vier Ratssitzungen immer wieder diskutiert. „Gemeinsame Lösungen für die Energiewende können nur gefunden werden, wenn unterschiedliche Interessen und Politikziele beider Partner klar artikuliert und respektiert werden. Die Arbeit des GJETC hat dazu beigetragen, dass in den kommenden Jahren der vertrauensvolle, wissenschaftliche Dialog zwischen Deutschland und Japan verstärkt werden kann“, sagte Prof. Dr. Peter Hennicke, deutscher Co-Vorsitzender des GJETC.

Aus Anlass der vierten Ratssitzung lud der GJETC am heutigen 16. Februar 2018 zu einem Outreach-Event ins Haus der Bundespressekonferenz in Berlin ein. Etwa 100 Teilnehmer, darunter Energieexperten, Ministerialvertreter, Parlamentarier und NGOs, informierten sich über den aktuellen Stand der Ratsarbeit und diskutierten mit den Mitgliedern des GJETC über die ersten Ergebnisse und Empfehlungen. Eine weitere öffentliche Veranstaltung ist am 20. April 2018 ebenfalls in Berlin geplant.

Über den GJETC:

Der GJETC ist in seiner Form, Kontinuität und Größenordnung das erste deutsch-japanische Energiewende-Kooperationsprojekt. Das gemeinsam von hennicke.consult, dem Wuppertal Institut, ECOS Consult und dem Institute of Energy Economics Japan (IEEJ) im Frühjahr 2016 ins Leben gerufene Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Stiftung Mercator, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und das Japanese Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) gefördert. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) unterstützen das Projekt. Auf deutscher Seite koordiniert das Wuppertal Institut zusammen mit ECOS Consult die Ratsarbeit als Sekretariat, auf japanischer Seite übernimmt diese Aufgabe das Institute of Energy Economics Japan (IEEJ). Der Rat kam in den letzten zwei Jahren jeweils halbjährlich zusammen.

Quelle:
GJETC
Autor:
Pressestelle
Link:
www.gjetc.org/...
Keywords:
GJETC, Deutschland, Japan, Dekarbonarisierung, Energiewende
Windenergie Wiki:
Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung




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