2018-06-25
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Baustart für Netzausbauprojekt Ganderkesee – St. Hülfe

In diesem Pilotprojekt werden erstmals mehrere Drehstrom-Erdkabelabschnitte im vermaschten deutschen Hochspannungs-Stromnetz realisiert / Arbeiten an der ersten Mastbaustelle haben begonnen / Netzausbau in Niedersachsen nimmt Fahrt auf

Christian Schmidt und Lars Holze-Lentas (Bild: TenneT)Christian Schmidt und Lars Holze-Lentas (Bild: TenneT)

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat mit den Arbeiten zur Errichtung des ersten Freileitungsmastes des Netzausbauprojektes Ganderkesee – St. Hülfe im Bereich nahe der Gemeinden Barnstorf und Dickel (Landkreis Diepholz, Niedersachsen) begonnen. Ziel ist es, den rund 60 Kilometer langen Leitungsabschnitt im Jahr 2021 in Betrieb zu nehmen.

„Der Netzausbau in Niedersachsen nimmt jetzt immer mehr Fahrt auf“, sagte Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung, „damit erreicht bereits das dritte Leitungsprojekt in Niedersachsen innerhalb von zwei Wochen einen wichtigen Meilenstein. Diese Verbindungen sind notwendig, um gleichermaßen Offshore- und Onshore-Windstrom vom Norden in die verbrauchsstarken Regionen im Westen und Süden Deutschlands zu transportieren.“

„Wir treiben den Netzausbau voran“, sagte Niedersachsens Energie- und Umweltminister Olaf Lies, „Niedersachsen ist das Windenergieland Nr.1 und damit in einer Schlüsselrolle bei der Energiewende. Der Ausbau der Offshore-Anlagen schreitet weiter voran, daher sind Leitungsprojekte wie Ganderkesee – St. Hülfe eminent wichtig, um die Transportkapazitäten in Niedersachsen zu verbessern. Bis 2020 wollen wir für alle Projekte, die in der Genehmigungsverantwortung des Landes liegen, die Planfeststellungsbeschlüsse für den Netzausbau erreichen.“

Nachdem das Leitungsprojekt Wahle – Mecklar Anfang Dezember einen wichtigen Planfeststellungsbeschluss für einen 50 Kilometer langen Abschnitt erhalten hatte, folgte am      06. Dezember der Baustart für das Projekt Dörpen/West – Niederrhein. Mit dem heutigen Baustart des Leitungsprojektes Ganderkesee – St. Hülfe wird ein weiterer Baustein für das Gelingen der Energiewende gesetzt, um das Netz möglichst schnell auszubauen, damit es für die Herausforderungen der Zukunft fit gemacht wird. Dabei erfordert der erfolgreiche Ausbau erneuerbarer Energiequellen eine stärkere Vermaschung des Drehstromnetzes, um den zunehmend komplexeren Netzbetrieb auch zukünftig zu meistern. Außerdem trägt dies maßgeblich dazu bei, die Stromversorgung in den jeweiligen Regionen zu stabilisieren.

Beim Bau der Leitung Ganderkesee – St. Hülfe wird TenneT erstmals gleich mehrere Erdkabelabschnitte in einem Leitungsprojekt im Höchstspannungsbereich des vermaschten Drehstromnetzes erproben. Insgesamt plant TenneT aktuell acht vom Gesetzgeber definierte Drehstrom-Erdkabel-Pilotprojekte in seinem Netzgebiet, in denen TenneT weitere Betriebserfahrungen mit dieser innovativen Erdkabeltechnologie sammeln wird.

Die Abschnitte werden zu einer Entlastung der Anwohner beitragen bzw. den Naturschutz unterstützen und haben zudem die Akzeptanz für die Leitungen vor Ort erhöht.

In der niederländischen Randstad-Region betreibt TenneT bereits seit 2013 einen rund zehn Kilometer langen Drehstrom-Erdkabelabschnitt. Das dort gewonnene, umfassende Knowhow wird auch zum Nutzen der deutschen Pilotprojekte von TenneT eingesetzt.

Derzeit hat TenneT Gespräche mit Grundstückseigentümern in mehreren anstehenden Bauabschnitten zwischen Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) und St. Hülfe (Landkreis Diepholz) intensiviert, da für  Baugrunduntersuchungen, Maststandorte und Kabelabschnitte die Zustimmungen der jeweiligen Eigentümer erforderlich sind. Bislang sind jedoch zahlreiche Zustimmungen zur Betretung der Grundstücke nicht erteilt worden. Das erschwert aktuell eine zielführende Detailplanung im Einklang mit den Landeigentümern und einen effektiven Projektfortschritt.

TenneT legt dabei Wert auf die Feststellung, dass das Projekt dem übergeordneten Allgemein-interesse und der demokratisch beschlossenen Energiewende dient. Das Leitungsbauvorhaben ist im Energieleitungsausbaugesetz gesetzlich verankert und höchstrichterlich in Leipzig bestätigt.  Vor diesem Hintergrund bietet TenneT nochmals ausdrücklich an, mit allen Landeigentümern zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen und hofft, dass die Beteiligten auch aufgrund der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den gemeinsamen Gesprächstisch zurückkehren, damit die noch offenen Vereinbarungen konstruktiv zum Abschluss gebracht werden können.

Quelle:
TenneT
Autor:
Pressestelle
Link:
www.tennet.eu/...
Keywords:
TenneT, Übertragunsnetzbetreiber, Drehstrom, Kabel, Leitung, Strom
Windenergie Wiki:
Offshore, Energiewende




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