2017-11-20
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Meldung von Siemens Wind Power GmbH & Co. KG

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Siemens Gamesa erreicht im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlös von EUR 11 Mrd. mit einer EBIT-Marge von sieben Prozent

Siemens Gamesa Renewable Energy hat heute seine Ergebnisse veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2017(1) stieg der Umsatzerlös um fünf Prozent auf EUR 10.964 Millionen, während der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) EUR 774 Millionen (minus 18 Prozent) beträgt, mit einer EBIT-Marge von sieben Prozent.

Bild: Siemens GamesaBild: Siemens Gamesa

Zwischen April und September sank der Umsatz um 12 Prozent. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT lag in diesem Zeitraum bei EUR 192 Millionen(2) (minus 63,4 Prozent), mit einer EBIT-Marge von 3,8 Prozent. Diese Ergebnisse wurden von bestimmten Onshore-Marktbedingungen beeinträchtigt, darunter der temporäre Ausfall des indischen Marktes und die Wertminderungen auf Vorratsvermögen in den USA und Südafrika. Ungeachtet dieser Einflüsse sank der Umsatz lediglich um zwei Prozent bei einer EBIT-Marge von 7,3 Prozent(2). Bereinigt um Währungseffekte, bleibt die Umsatzentwicklung unverändert.

Bis März 2018 plant die indische Regierung zentrale Ausschreibungen über drei GW Gesamtleistung, und der dortige Markt soll sich 2019 vollständig erholen.

„Unser Geschäftsergebnis ist noch nicht auf dem Niveau, das wir anstreben. Aber es zeigen sich Fortschritte auf unserem Weg, dieses Unternehmen zu einem Marktführer zu machen. Unsere Integrationsanstrengungen schreiten schneller voran als geplant. Ich bin zuversichtlich, dass die von uns getroffenen Entscheidungen es uns erlauben werden, besser auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren und unsere Kunden und andere Stakeholder noch besser zu bedienen“, sagte Markus Tacke, CEO von Siemens Gamesa.

Restrukturierungsprogramm

Im Rahmen der laufenden Integration der vor dem Zusammenschluss bestehenden Unternehmensstrukturen hat das Unternehmen einen Restrukturierungsplan angekündigt, von dem maximal 6.000 Mitarbeiter(3) in 24 Ländern betroffen sein werden (davon wurden 700 bereits angekündigt).

Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern werden unverzüglich beginnen und gemäß der geltenden Regeln und Bestimmungen des jeweiligen Landes geführt werden. Informationen zu den getroffenen Vereinbarungen werden veröffentlicht, sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind.

Dieser Plan, der in den kommenden Monaten umgesetzt werden wird, ist ein notwendiger Schritt, um das gesamte Unternehmen zu stärken und in einer marktführenden Position zu konsolidieren.

Das Unternehmen bestätigt sein bereits angekündigtes Synergieziel von EUR 230 Millionen als Minimalziel und erwartet, dieses im dritten Jahr zu erreichen – 12 Monate früher als geplant.

Geschäftstätigkeit und Ertragskraft

Im vierten Quartal verstärkte Siemens Gamesa seine Aktivitäten sowohl im Onshore- als auch Offshoregeschäft, was zu einem deutlich gestiegenen Auftragseingang von drei GW führt, ein Plus von 40 Prozent. Dieses Volumen spiegelt die verbesserte Wettbewerbsposition von Siemens Gamesa mit dem höchsten Auftragseingang seit Anfang 2015 (damals 2,2 GW) wider.

Zwischen April und September sanken die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Windenergieanlagen um 15 Prozent auf EUR 4,4 Milliarden, beeinträchtigt durch Onshoremärkte, in denen herausfordernde Bedingungen herrschen. Dies ist vor allem in Indien und dem Vereinigten Königreich der Fall, ebenso spielt der hohe Kostendruck eine Rolle.

Hinsichtlich ihrer geografischen Verteilung trugen hauptsächlich die USA, Brasilien und China zu den Onshore-Aktivitäten während des zweiten Geschäftshalbjahres bei.

Das Unternehmen verzeichnete starke Ergebnisse im Offshoregeschäft, was sich in einer Umsatzsteigerung von 16 Prozent niederschlägt. Mit elf GW installierter Leistung führt Siemens Gamesa weiterhin das Offshore-Marktsegment an, das sind mehr als 65 Prozent der weltweit installierten Offshore-Anlagenflotte.

Der Umsatz beim Servicegeschäft stieg um neun Prozent auf EUR 621 Millionen, mit einer bereinigten Marge von 17,4 Prozent; Wartungsverträge verzeichnen weiterhin Wachstum und umfassen eine Gesamtleistung von weltweit 55.000 MW, dies entspricht einer Steigerung von 12,4 Prozent.

In diesem speziellen Marktzusammenhang erzielte Siemens Gamesa zwischen April und September einen Nettogewinn von EUR 118 Millionen. Bereinigt um die Wertminderung auf Vorratsvermögen, betrug der Konzernüberschuss EUR 206 Millionen.

Das Unternehmen arbeitet weiterhin an der Stärkung seiner Bilanz und schloss das Quartal mit einer Netto-Cash-Position von EUR 377 Millionen ab.

Kontinuierlicher Fortschritt bei der Integration

Die Integrationsarbeit unterstreicht das hohe Potenzial des Unternehmens, das sich aus Größenvorteilen und globaler Reichweite ableitet. Diese Größe spiegelt eine Präsenz in mehr als 90 Ländern, eine installierte Anlagenkapazität von 83 GW und einen Auftragsbestand im Wert von EUR 21 Milliarden wider. Das Unternehmen ist auf Kurs, mehr als 90 Prozent der Integrationsziele zu erreichen und vom dritten Jahr an Wertzuwächse zu schaffen.

In diesem Sinne hat Siemens Gamesa im zweiten Halbjahr eine Reihe wichtiger Vorleistungen erreicht, einschließlich der Integration von Adwen in das bestehende Offshoregeschäft der Gruppe. Zusätzlich hat das Unternehmen entschieden, bis 2020 pro Marktsegment nur eine Technologie anzubieten. Siemens Gamesa wird sein Onshore-Portfolio straffen und die Vielzahl seiner Produkte um ungefähr 65 Prozent reduzieren. Außerdem wird das Unternehmen eine auf einer einzigen Plattform basierende Strategie im Offshoregeschäft umsetzen. Das neue Produktportfolio soll Ende November auf der Messe und Konferenz „WindEurope 2017“ in Amsterdam vorgestellt werden.

Siemens Gamesa behält seinen äußerst positiven mittel- und langfristigen Ausblick bei

Das Unternehmen hat zudem seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 angekündigt: einen Umsatzerlös von EUR 9.000 bis 9.600 Millionen und eine bereinigte EBIT-Marge von sieben bis acht Prozent. Diese Prognosen beinhalten den Einfluss der Kostenreduzierungen beim Onshoregeschäft und erwartete Synergien.

Die Veränderung in den Energiemärkten öffnet längerfristig einem enormen Potenzial im Windenergiemarkt die Tür. Laut unabhängigen Prognosen wird erwartet, dass Windenergie im Jahr 2040 ein viermal größeres Gewicht im weltweiten Energieerzeugungsmix bekommen wird und ihr Anteil von vier auf 17 Prozent steigen wird.

Siemens Gamesa wird im Februar 2018 auf seinem Kapitalmarkttag einen neuen Strategieplan vorstellen. Dort wird das Unternehmen Details zu seinen Finanzzielen, zur Dividendenpolitik und zu seinem Management-Incentive-Programm erläutern.

Siemens Gamesa-Kennzahlen April - September 2017(4) (im Vergleich zu April - September 2016)
Angaben in EUR:

  • Erlöse: 5.022 Millionen (-12%)
  • Verkaufte Windleistung in MWe: 3.599 (-26%)
  • Bereinigtes EBIT(2): 192 Millionen (-63%)
  • Bereinigte EBIT-Marge(2): 3,8%
  • Bereinigter Bilanzgewinn(2): 118 Millionen
  • Nettogewinn: 377 Millionen

 

Quelle:
Siemens Gamesa
Autor:
Pressestelle
Link:
www.gamesacorp.com
Keywords:
Siemens Gamesa, Bilanz, Zahlen, Rückgang, Arbeitsplätze
Windenergie Wiki:
Offshore, MW, Ausschreibungen





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