2017-12-15
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Meldung von STAHLWILLE Eduard Wille GmbH & Co. KG

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Augmented Reality hält Einzug in die Drehmomenttechnik

Der Wuppertaler Werkzeug- und Drehmomentspezialist STAHLWILLE bringt die Digitalisierung in die Werkzeugtechnik. Gemeinsam mit der Aachener Firma oculavis entwickelte das Unternehmen den Prototypen einer Datenbrille, die den Anwender sicher durch unterschiedlichste Schraubfälle führt. Das System ist in der Lage, Einarbeitungszeiten zu verkürzen und Prozesse zu beschleunigen. Gleichzeitig sorgt es für eine deutlich höhere Sicherheit bei qualitätskritischen Verschraubungen.

Bild: StahlwilleBild: Stahlwille

STAHLWILLE hatte bereits vor mehreren Jahren die Idee, Schraubvorgänge in der Montage mit Hilfe einer Datenbrille auszuführen und gleichzeitig die Qualität zu überwachen. Nach der Patenterteilung erfolgte nun die Realisierung der Anwendung. Seine Premiere feierte das System kürzlich auf der Metallverarbeitungs-Messe EMO in Hannover. Hier präsentierte STAHLWILLE gemeinsam mit oculavis, Projektpartner und Entwickler der Anwendung für die Datenbrille, einen prototypischen Anwenderfall.

Datenbrille und Drehmomentschlüssel sind in der Lage, über eine Schnittstelle mit kundenseitigen Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen (PPS) kabellos zu kommunizieren. Im Sichtfeld des Montagearbeiters werden die komplette Schraubsequenz sowie die Position der als nächstes anzuziehenden Schraube mit den benötigten Zusatzinformationen angezeigt. Gleichzeitig wird der funkgesteuerte Drehmomentschlüssel von STAHLWILLE für den jeweiligen Schraubfall parametriert. Der Schraubenanzug selbst wird anschließend bewertet und dokumentiert.

Ein System wie dieses spielt seine Stärken insbesondere bei sicherheitskritischen Verschraubungen und komplexen Schraubabläufen aus – etwa in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie. Hier ist es unerlässlich, die vorgegebene Montagereihenfolge einzuhalten und die Schraube mit den korrekten Verschraubungsparametern anzuziehen. Darüber hinaus lassen sich mit der Brille Einarbeitungszeiten verkürzen und Arbeitsabläufe beschleunigen, da der Anwender selbst bei ihm unbekannten Schraubfällen alle Daten just-in-time vor Augen hat.

Damit die Datenbrille den Anwender durch eine Schraubsequenz führen kann, müssen zunächst alle vorgesehenen Schraubfälle in einem Modell abgebildet werden, das neben der Schraubenposition im dreidimensionalen Raum sämtliche Verschraubungsparameter enthält. Ist die Einrichtung erfolgt, kann der Anwender mit der Datenbrille frei agieren, die jeweils erforderliche Schraubsequenz auswählen und ausführen.

Mit dieser Entwicklung zeigt STAHLWILLE wie sich moderne Drehmomenttechnologie mit Hilfe einer Datenbrille in die Produktionslandschaft von morgen integriert und hier für mehr Effizienz und Sicherheit sorgt. Das Unternehmen wird das System weiterentwickeln. Denkbar ist, dass Anwender Schraubsequenzen anhand eines echten Objektes selbst einrichten, über die Datenbrille etwa Schraubpositionen einmessen und die Schraubparameter festlegen, damit die Daten später - beim Arbeiten an einem identischen Objekt – sofort bereitstehen.

Quelle:
Stahlwille
Autor:
Sylvia Pauquet
Link:
www.stahlwille.de
Keywords:
Stahlwille, Drehmomenttechnik, Augmented Reality, Datenbrille





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