2017-09-20
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Meldung von Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.


Energiewende: Teile von OWL hinken hinterher – LEE-Regionalverband OWL fordert mehr Anstrengungen

Teile von OWL hinken im deutschlandweiten Vergleich beim Ausbau der Erneuerbaren Energien klar hinterher, kritisieren die Regionalvorstände aus OWL des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW).

Bild: LEE NRWBild: LEE NRW

„In Ostwestfalen-Lippe lag der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch Ende 2015 bei nur 24,4 Prozent. Deutschlandweit lag der Ökostrom-Wert zu diesem Zeitpunkt bei etwa 30 Prozent“, erklärten Kerstin Haarmann, Jürgen Wrona und Christoph Sonntag.

Die Region OWL würde noch wesentlich schlechter dastehen, wenn nicht die beiden Kreise Paderborn und Höxter den Schnitt deutlich nach oben ziehen würden. Im Kreis Höxter lag der Anteil des Ökostroms am Gesamtverbrauch Ende 2015 bei gut 50 Prozent, im Kreis Paderborn laut offiziellen Daten des Landes bei knapp 67 Prozent.

Zwar hat sich der Anteil der Erneuerbaren in allen OWL-Kreisen bis heute weiter verbessert, allerdings hat laut LEE-RV OWL ein deutlicher Zubau nur in den Kreisen Paderborn und Höxter stattgefunden. Dort liegt der Ökostrom-Anteil Stand heute mittlerweile jeweils bei etwa 80 Prozent. „Vor allem der Ausbau der Windkraft hat dort zu diesen erfreulichen Zahlen beigetragen“, erläuterte der Delbrücker Jürgen Wrona.

Doch auch die anderen Kreise in OWL hätten gute Potenziale, Erneuerbaren Energien Platz zu bieten. Beispiel Kreis Lippe: Dort gebe es genügend Raum, um weitere Windkraftanlagen zu bauen. Doch die Kreisverwaltung (mit einem SPD-Landrat und einer grünen Baudezernentin an der Spitze) blockiert gerade mehrere Bürgerwind-Projekte.

Auch ist beispielsweise in Herford und Minden-Lübbecke mehr Engagement notwendig, um das von der Gesellschaft ausgerufene Ziel, die CO2 Emissionen deutlich zu senken, auch zu schaffen. Dass die Stadt Bielefeld mit dichter Bebauung kaum Platz für Windkraft hat, ist klar. Dafür aber ist dort das riesige Dachflächen-Potenzial gerade für Solarstromanlagen noch kaum genutzt. „Der Photovoltaik-Anteil von 1,4 Prozent am Gesamtstromverbrauch ist definitiv viel zu gering“, findet Kerstin Haarmann aus Paderborn. Große Akteure wie die Stadtwerke, aber auch Industrie und Gewerbe dort sind gefragt den Sektor Photovoltaik weiter voranzubringen. Zumal Solarstromanlagen durch gesunkene Kosten und bei entsprechendem Eigenverbrauch sehr wirtschaftlich sind.

„Vor dem Hintergrund, dass Deutschland seine Klimaziele deutlich verfehlen wird, steht auch OWL in der Verantwortung, mehr gegen die Erderwärmung zu tun“, so Regionalvorstand Christoph Sonntag aus Salzkotten. Laut einer aktuellen Studie des Institutes Agora Energiewende wird die Bundesrepublik bis 2020 im Vergleich zu 1990 nicht wie geplant 40 Prozent weniger CO2 ausstoßen, sondern nur 30 Prozent weniger. Das bedeutet: Es werden 120 Mio. Tonnen mehr des Klimagases ausgestoßen, als ursprünglich politisch beschlossen.

Deshalb ist die anstehende Bundestagswahl eine Richtungswahl in Sachen Energiewende und Umweltschutz. So sei endlich ein wirksamer Preis für den Ausstoß von CO2 notwendig. Die jetzige Regierungskoalition in Berlin jedenfalls habe das nicht auf der Agenda, erklärt der Regionalverband der Erneuerbaren-Branche, LEE-RV OWL.

Quelle:
LEE NRW
Autor:
Mario Burda
Link:
www.lee-nrw.de
Keywords:
LEE NRW, Energiewende, OWL





Meldung von Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.

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