2017-12-17
http://w3.windmesse.de/windenergie/pm/25889-tennet-borwind3-tennet-nordsee-offshore

Seekabel im Projekt BorWin3 werden verlegt

Netzanbindung für Offshore-Windparks mit Netzverknüpfungspunkt in Emden/Ost / 900 Megawatt Übertragungskapazität

Bild: TenneTBild: TenneT

In dieser Woche starten die Arbeiten für einen wesentlichen Teil der Netzanbindung BorWin3: knapp 90 Kilometer Seekabel werden verlegt.

Die Trassenlänge für Watt- und Seekabel bei der Anbindung BorWin3 beträgt insgesamt 130 Kilometer vom Anlandungspunkt in Hamswehrum (nordwestlich von Emden) bis zur neu zu errichtenden Konverterstation auf See (BorWin gamma). Die ersten vier Kilometer des Wattkabels sowie 40 Kilometer Seekabel im Küstenbereich wurden bereits im Herbst 2015 verlegt.

Nachdem Anfang August in Eemshaven (Niederlande) 64 Kilometer vom Kabeltransportschiff „Avonborg“ auf den Kabelleger „Cable Enterprise“ umgespult wurden, kann nun die erste Verlege-Kampagne starten. Zuerst wird mittels einer Muffe die Verbindung zu dem bereits verlegten Kabel hergestellt. Die anschließende Verlegung erfolgt mit einem zirka 45 Tonnen schweren Pflug. Zwei 320-Kilovolt-Gleichstromkabel werden zusammen mit einem Lichtwellenleiter-Kabel zur Datenübertragung in den Meeresboden eingegraben. Die erforderliche Mindesttiefe beträgt 1,5 Meter. Voraussichtlich bis Mitte September werden die Arbeiten mit dem Verlegeschiff „Cable Enterprise“ andauern.

In der vergangenen Woche wurden bereits 23 Kilometer in Pikkala (Finnland), dem Ort der Seekabelfabrik, auf das Kabelverlegeschiff „Atalanti“ aufgeladen: Das Schiff wird dann in Eemshaven für die Kampagne endausgerüstet und anschließend mit der zweiten Kampagne vom Kilometerpunkt 107 bis zum Standort der Konverterplattform BorWin gamma gestartet. Teil der Verlegung wird die Herstellung einer Muffe zwischen beiden Kabeln sein. Mitte/Ende Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. 

Das 30 Kilometer lange Landkabel von Hamswehrum bis nach Emden wurde bereits 2015 verlegt, die Arbeiten in der landseitigen Konverterplattform sind in vollem Gange. Die Offshore-Konverterplattform und das Jacket, die Unterkonstruktion, folgen im Frühjahr 2018. 

Der vor der Küste Niedersachsens auf See produzierte Windstrom wird als Drehstrom auf eine Konverterplattform von TenneT geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und insgesamt 160 Kilometer bis zur neuen Konverterstation Emden/Ost transportiert. Hier wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und im benachbarten Umspannwerk ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Im Jahr 2019 soll der Anschluss in Betrieb gehen.

BorWin3 gehört zu den mittlerweile insgesamt 13 Offshore-Netzanbindungsprojekten, die TenneT realisiert und beauftragt hat. Mit den hierfür insgesamt erforderlichen Investitionen in Milliardenhöhe ist TenneT größter Investor in die Energiewende. Mit den zurzeit neun in Betrieb befindlichen Netzanbindungssystemen stehen inzwischen rund 5.200 Megawatt Anbindungskapazität zur Verfügung. Damit sind bereits mehr als 80 Prozent des Ausbauzieles der Bundesregierung erfüllt, das Offshore-Windkapazitäten von 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht. 

Mit dem Projekt BorWin3 können Windparks mit einer Übertragungskapazität von bis zu  900 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen werden. 

Daten und Fakten zu BorWin3

  • 160 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt (für zwei Windparks)
  • 30 Kilometer Landkabel, 130 Kilometer Seekabel
  • Netzverknüpfungspunkt: Konverterstation und Umspannwerk Emden/Ost
Quelle:
TenneT
Autor:
Pressestelle
Link:
www.tennet.eu
Keywords:
TenneT, BorWind3, TenneT, Nordsee, offshore
Windenergie Wiki:
Windpark, MW, Megawatt, Konverterstation, Jacket, Energiewende





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