2017-09-20
http://w3.windmesse.de/windenergie/pm/25819-vdma-stellungnahme-offshore-bundesfachplane

Meldung von Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA)


VDMA: Offshore-Windenergie - Verbändestellungnahme zur BFO-Fortschreibung 2016/2017

Am 09.06.2017 hat das BSH die Entwürfe der Bundesfachfläche Offshore für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone der Nordsee bzw. der Ostsee 2016/2017 (BFO-E) bekanntgemacht; es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 07.08.2017. Davon machen die im Bereich Offshore-Windenergie aktiven unterzeichnenden Verbände und Institutionen gerne Gebrauch.

Bild: SiemensBild: Siemens

Die Bundesfachpläne Offshore (BFO) werden mit dieser Fortschreibung zum letzten Mal fortgeschrieben, ab 2021 – mit Wirkung ab 2026 – wird ihre Funktion vom Flächenentwicklungsplan (FEP) übernommen. Verursacht durch den gesetzlich vorgeschriebenen Entwicklungsgang des Planwerks stagniert damit auch die technische Entwicklung für mehrere Jahre – wir verweisen insoweit noch einmal eindringlich auf die verschiedenen Stellungnahmen im Rahmen der vorlaufenden Konsultation im Frühjahr dieses Jahres. Obgleich es aus verschiedenen, hier nicht relevanten Gründen sinnvoll sein dürfte, die Wirkung des FEP in Hinblick auf die weitere Errichtung von Offshore-Windparks erst ab 2026 einsetzen zu lassen, scheint dies hinsichtlich standardisierter Technikvorgaben im Bereich der Offs-hore-Anbindungsleitungen hingegen bedenklich. Zwar wird an verschiedenen Stellen der BFO-E’e ausdrücklich erklärt, die Festlegungen im BFO entfalteten keine verbindliche Vorwirkung für den FEP. De facto wird aber durch die Dauer der Wirkung dieser Vorgaben eine Technologieentwicklung im Bereich der Netzanbindung „eingefroren“; diese Wirkung verstärkt sich noch, wenn – wie es angesichts des Klimaschutzvertrags sachgerecht wäre – die Ausbauvolumina angehoben würden. Die Nicht-Umsetzung technischer Innovationen könnte zu höheren Kosten führen und ggf. auch zu einem Mehrbedarf an Netzanbindungssystemen füh-ren. Der befürchtete Effekt, dass „alte“ und „neue“ Netzanbindungssysteme nicht zusammenpassen könnten, wird umso stärker, je länger an den derzeitigen Standards festgehalten werden muss, auch wenn es zukünftig möglicherweise andere Lösungen gibt. 2

Die unterzeichnenden Verbände und Institutionen begrüßen, dass auch der Zeit-horizont über 2030 hinaus in den Blick genommen wird und die BFO-E jeweils Festlegungen zur räumlichen Sicherung sowohl für Windparks als auch für weitere Netzanbindungssysteme enthalten. Dabei wird man im Blick behalten müssen, dass zukünftig auch andere Technologien insbesondere für den Abtransport der offshore erzeugten Energien bereitstehen werden. Diese Technologiemöglichkeiten gilt es daher im Rahmen des zukünftigen Planwerks rechtzeitig zu antizipieren. Die Flächensicherung sollte daher ausreichend Flexibilität ermöglichen.

Die vollständige Stellungnahme kann hier herunter geladen werden.

Quelle:
VDMA
Autor:
Urs Wahl
Email:
urs.wahl@vdma.org
Link:
wind.vdma.org
Keywords:
VDMA, Stellungnahme, offshore, Bundesfachpläne
Windenergie Wiki:
Windpark





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