2017-08-23
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Meldung von BayWa r.e. Rotor Service GmbH

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Halbjahreszahlen der BayWa AG

Die BayWa AG, München, hat das 1. Halbjahr 2017 mit Umsatz- und EBIT-Steigerungen erfolgreich abgeschlossen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis deutlich auf 72,8 Mio. Euro (Vorjahr: 55,3 Mio. Euro).

Bild: BayWa r.e.Bild: BayWa r.e.

Für das 2. Halbjahr 2017 rechnet die BayWa aufgrund der erwarteten Belebung des Agrarhandels, der gestiegenen Investitionsbereitschaft der Landwirte und allgemein guter Konjunkturdaten mit einem weiteren Ausbau von Umsatz und EBIT im Vergleich zum Vorjahr.

„Wesentlicher Ergebnistreiber im 1. Halbjahr war das Geschäftsfeld Regenerative Energien. Auch Technik und Bau haben sich sehr erfreulich entwickelt“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. Die erneuerbaren Energien schlossen die ersten sechs Monate des Jahres 2017 mit einer EBIT-Steigerung um rund 26 Mio. Euro auf über 41 Mio. Euro ab. Die Technik konnte sich beim EBIT von einem Minusergebnis im 1. Halbjahr 2016 auf ein positives EBIT von über 9 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr steigern. „Eine sehr positive Entwicklung, die zeigt, wie gut die BayWa hier aufgestellt ist und so die wieder gestiegene Investitionsneigung der Landwirte nutzen kann“, sagte Lutz. Auch das Bausegment profitierte von einer guten Konjunktursituation und steigerte das EBIT auf fast 7 Mio. Euro.

Der internationale Agrarhandel konnte noch nicht an die Vorjahreszahlen anknüpfen. Dies lag u. a. an Restrukturierungskosten süd- und osteuropäischer Getreidehandelsstandorte, die das Halbjahresergebnis 2017 belasteten. Außerdem profitierte das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres von einer günstigeren Bewertung von Sojakontrakten, die sich in der 2. Jahreshälfte 2016 dann revidierte. Im laufenden Jahr sollte die risikoärmere Kontraktpositionierung den im 2. Halbjahr 2016 eingetretenen nachteiligen Effekt ausschließen. Zudem werden sich die Umstrukturierungen in Süd- und Osteuropa im 2. Halbjahr 2017 positiv auswirken. Auch lassen höhere Erzeugerpreise aufgrund eines weltweit zu erwartenden niedrigen Angebots bei Getreide im Vergleich zum Vorjahr auf eine bessere Verkaufsbereitschaft der Landwirte schließen. Deshalb rechnet Lutz damit, dass der Agrarhandel der BayWa in den nächsten Monaten wieder deutlich an Fahrt aufnehmen wird.
„Insgesamt sind die Vorzeichen für alle unsere operativen Einheiten gut, so dass die BayWa für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einer deutlichen Steigerung bei Umsatz und EBIT ausgeht“, erklärte Klaus Josef Lutz.

Agrar: BayWa profitiert bei Technik bereits von verbesserter Stimmung in der Landwirtschaft

Das Segment Agrar im BayWa Konzern gliedert sich in die vier Geschäftsfelder BAST (BayWa Agri Supply & Trade), BAV (BayWa Agrar Vertrieb), Obst und Technik.

Durch das im Vergleich zu 2016 gestiegene Durchschnittsniveau der Getreidepreise konnte BAST einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen. Der Spezialitätenhandel zum Beispiel mit Braugerste entwickelte sich sehr positiv, während die einmaligen Restrukturierungskosten der Standorte in Süd- und Osteuropa das EBIT belasteten. Zudem wirkten sich die schwierigen Marktbedingungen bei Soja auf das EBIT aus.

Das Geschäftsfeld BAV konnte den Umsatz ebenfalls leicht steigern. Das EBIT lag jedoch noch knapp unter dem Vorjahreswert, da die Getreidenacherfassung in den Kerngebieten der BayWa wegen der unterdurchschnittlichen Ernte geringer ausfiel und der Verkauf von Saatgut und Futtermitteln nicht ganz an das Vorjahresniveau herankam.

Für das 2. Halbjahr erwartet die BayWa insgesamt gute Entwicklungsmöglichkeiten für das Agrargeschäft von BAST und BAV, da unter anderem die umgesetzten Restrukturierungen sich positiv auswirken und höhere Erzeugerpreise zu größerer Abgabebereitschaft bei den Landwirten führen dürften.

Der Umsatz des Obstgeschäfts vergrößerte sich durch die erstmalige ganzjährige Konsolidierung des Tropenfrüchte- Händlers TFC Holland B.V. deutlich. Da das 1. Halbjahr 2016 vom Sondereffekt des Verkaufs der Verpackungslogistik von T&G Global Limited (T&G) in Höhe von 7 Mio. Euro profitierte, liegt das EBIT für die ersten sechs Monate 2017 bei Obst noch unter dem Vorjahreswert. Da sich die Exportaktivitäten von T&G wegen der regenbedingt verspäteten Ernte in Neuseeland erst in der zweiten Jahreshälfte vollständig entfalten dürften, sieht die BayWa für die Ergebnisentwicklung bei T&G bis zum Ende des Jahres gute Rahmenbedingungen. Das Deutschlandgeschäft, das bereits im 2. Quartal unter einer witterungsbedingt niedrigeren Beeren- und Steinobsternte litt, sieht infolge der großen Frostschäden im Frühjahr 2017 besonders am Bodensee und entsprechend hohen Ernteausfällen einer schwierigen Vermarktungssaison 2017/18 entgegen. Die inländische Erntesituation dürfte die Vermarktungschancen für Obst aus der südlichen Hemisphäre dagegen eher steigen lassen und auch tropischen Früchten Nachfrageimpulse geben. Davon will die BayWa profitieren.

Die Technik entwickelte sich angesichts des erfreulichen Konjunkturklimas in der Landwirtschaft insgesamt noch besser als erwartet. In fast allen Produktbereichen wurden deutliche Steigerungen erzielt, so dass Umsatz und EBIT im 1. Halbjahr 2017 erheblich über dem Vorjahreszeitraum liegen. Allein der Absatz von gebrauchten Traktoren erhöhte sich um 42 Prozent. Auch das Geschäft der niederländischen Abemec B.V. und das Joint Venture mit CLAAS in Kanada entwickelten sich positiv. Aufgrund insgesamt guter Voraussetzungen geht die BayWa im laufenden Geschäftsjahr von einem deutlichen Ergebnissprung gegenüber dem Vorjahr aus.

EBIT-Anstieg bei klassischer Energie und erneuerbaren Energien

Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Die klassische Energie steigerte ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2017 vor allem aufgrund des im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durchschnittlich höheren Ölpreisniveaus. Dieser höhere Ölpreis führte zwar zu einer geringeren Nachfrage bei Heizöl, gleichzeitig legte aber der Absatz von Holzpellets im BayWa Konzern stark um 24 Prozent zu. Das Tankstellengeschäft konnte zudem seine Handelsmargen verbessern, und der Schmierstoffabsatz profitierte einmal mehr von der guten Konjunktur. Deshalb stieg auch das EBIT in diesem Geschäftsbereich leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Sehr deutlich verbesserte der Bereich erneuerbare Energien sowohl EBIT als auch Umsatz im 1. Halbjahr 2017: Die BayWa r.e. baute ihre Handelsaktivitäten mit Photovoltaikkomponenten weiter international aus und steigerte so die Gesamtleistung der verkauften PV-Module und Wechselrichter gegenüber der Vorjahresperiode um jeweils 50 Prozent. Außerdem wurden Windparks mit einer Leistung von fast 66 Megawatt sowie zwei Solarparks in Großbritannien mit einer Leistung von rund 75 Megawatt erfolgreich verkauft. Insgesamt konnte die BayWa in diesem Geschäftsbereich das EBIT im 1. Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifachen. Für das Geschäftsjahr 2017 sieht die BayWa sich im Segment sehr gut aufgestellt, um wieder an das sehr hohe Vorjahresniveau anzuknüpfen.

Bausegment weiter auf Kurs

Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Das 1. Halbjahr 2017 konnte das Segment bei Umsatz und EBIT jeweils über dem Vorjahr abschließen. Der Grund dafür liegt zum einen in der guten Baukonjunktur, die zu steigender Nachfrage zum Beispiel nach Baustahl, Beton und vorgefertigten Bauelementen führte. Auch wurde der Vertrieb für Sortimente im Tief- und Straßenbau durch ansteigende Investitionen der öffentlichen Hand angekurbelt. Zum anderen trugen die kontinuierliche Optimierung des Standortnetzes sowie die erfolgreiche Erweiterung des Eigenmarkensortiments zu der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr 2017 bei. Für das 2. Halbjahr geht die BayWa davon aus, dass sich das Segment Bau weiter steigern kann, da die konjunkturellen Marktdaten eine positive Entwicklung im Baugeschäft erwarten lassen.

Innovation & Digitalisierung planmäßig unterwegs

Im zweiten Halbjahr 2016 wurden die Aktivitäten des ehemaligen Geschäftsfelds Digital Farming in das neu gegründete Segment Innovation & Digitalisierung übertragen. Es bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und E-Business. In der Berichtsperiode neu hinzugekommen ist eine Kooperation mit der europäischen Weltraumorganisation ESA, um gemeinsam die Verwertung von Satellitendaten in der Landwirtschaft voranzutreiben. Der leichte Umsatzrückgang des Segments in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist auf den zunehmenden Absatz der Serviceleistungen über andere Konzerngesellschaften zurückzuführen, die jedoch in der Außendarstellung nicht gezeigt werden. Aufgrund im Vorjahresvergleich gestiegener Investitionen für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen sowie der neuen BayWa Online World weist das Segment im Berichtsquartal einen planmäßigen EBIT-Rückgang in Höhe von 1,6 Mio. Euro aus.

Quelle:
BayWa r.e.
Autor:
Felix Gmelin
Email:
presse@baywa-re.com
Link:
www.baywa-re.com
Keywords:
BayWa r.e., Umsatz, Halbjahr, Quartal, EBIT
Windenergie Wiki:
Windpark, Megawatt





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