2017-08-20
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Meldung von GE Renewable Energy

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Höher als das Brandenburger Tor und groß wie ein Fußballfeld

Vor einigen Tagen erlebte Sibylle Stefan einen bedeutenden Höhepunkt auf ihrer bereits bemerkenswerten persönlichen Reise. Von einer Werft in Warnemünde im Nordosten Deutschlands aus sah die GE-Projektmanagerin dabei zu, wie Schleppschiffe langsam damit begannen, ihren größten „Job“ auf die offene See hinaus zu bewegen: einen gelben Block, höher als das Brandenburger Tor und groß wie ein Fußballfeld, der dabei helfen wird, Offshore-Windparks in der Nordsee mit dem Land zu vernetzen.

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Die Ausschiffung markiert eines der letzten Kapitel in dieser über eine Milliarde US-Dollar schweren Unternehmung, an der ein GE-Team in den vergangenen vier Jahren gearbeitet hat. Sibylle Stefan und ihr Team sind Teil dieses Projekts, das für Deutschlands Energiewende-Zielsetzung, 80 Prozent des benötigten Stroms bis zum Jahr 2050 aus erneuerbaren Energiequellen zu generieren, eine bedeutende Rolle spielt.

Das Team wird in den kommenden Monaten im zweiwöchentlichen Wechsel in 12-Stunden-Schichten arbeiten, um die gigantische Konverterplattform zu aktivieren. Die Plattform wird Wechselstrom, der von Offshore-Windenergieanlagen erzeugt wird, in Gleichstrom umwandeln. „Für uns Projektbeteiligte ist das die Krönung unserer bisherigen Karriere”, so Sibylle Stefan.

2013 erhielt GE den Zuschlag des niederländisch-deutschen Übertragungsnetzbetreibers TenneT für die Planung, Konstruktion und Errichtung der Konverterplattform des DolWin3 Projekts. Des Weiteren umfasst DolWin3 eine neue landseitige Konverterstation in Dörpen/West sowie mehr als 160 Kilometer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Kabel (HGÜ, englisch High Voltage Direct Current, HVDC), die am Meeresgrund und an Land verlaufen und die beiden Stationen miteinander verbinden werden.

Der Transport des Konverters an seinen Bestimmungsort auf See war keine leichte Aufgabe. Das Team musste vor Antritt der Reise sichergehen können, 72 Stunden ruhige See zu haben. Auf ihrer sechstägigen Fahrt von der Werft an der Ostsee, entlang der dänischen Küste und schließlich hinaus auf die deutsche Nordsee, wurde die 18.000 Tonnen schwere Konverterstation von einem Schleppkahn gezogen. Zwei weitere Schlepper unterstützten beim Manövrieren, indem sie steuerten und bremsten. Am Zielort angekommen, wurde der Block von einem speziellen Installationsboot hydraulisch auf die Plattform gehoben – eine Millimeterarbeit. Die Plattform sitzt auf 18 Pfählen, die zuvor im Meeresgrund verankert wurden. In finaler Position erhebt sich die Plattform rund 20 Meter über den Wellen.

Wenn die Plattform nächstes Jahr in Betrieb geht, wird sie Energie von 180 Windenergieanlagen in der Nordsee, darunter 66 GE Haliade 150-6MW Windenergieanlagen im Windpark Merkur, mit einer Kapazität von 900 Megawatt durch einen Leistungstransformator nutzbar machen – genug Strom, um etwa eine Million Haushalte in Deutschland zu versorgen. Im Inneren des Konverters wird die von den Windenergieanlagen generierte Energie zunächst von 155 Kilovolt in 350 Kilovolt umgewandelt und kann so mit komprimierter Leistung ans Festland transportiert werden. Anschließend wird sie von Wechselstrom in Hochspannungs-Gleichstrom konvertiert. Dieser Strom gelangt über zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen, jede mit einem Durchmesser von etwa 13 Zentimetern, zur Konverterstation Dörpen/West auf dem Festland, wo er wieder wechselgerichtet wird. Über weiter Distanzen geht durch diese „Stromautobahnen“ weniger Energie verloren als bei Wechselspannungsleitungen.

Für Wilfried Breuer, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung, ist die erfolgreiche Installation der Offshore-Konverterplattform „einer der größten sichtbaren Indikatoren für die deutsche Energiewende.“

Quelle:
GE Renewable Energy
Autor:
Pressestelle
Link:
gereports.de
Keywords:
GE, offshore, Umspannwerk, Konverterstation
Windenergie Wiki:
Windpark, Megawatt, Energiewende





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