2017-06-25
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Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)


Staatssekretär Baake: Bürgerenergie großer Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde Wind an Land

Die Bundesnetzagentur hat die erste Ausschreibung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2017 für Windenergie an Land ausgewertet. Auf insgesamt 800 MW Ausschreibungsvolumen an installierter Windkraftleistung gingen 256 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 2.137 Megawatt ein.

Bild: dpa via BMWiBild: dpa via BMWi

Staatssekretär Rainer Baake: „Das Ergebnis der ersten Ausschreibung für Windenergie an Land ist sehr erfreulich: der niedrigste Zuschlagspreis liegt bei 5,25 Ct/kWh, der höchste bei 5,78 ct/kWh. 93 Prozent aller Zuschläge gingen an Bürgerenergiegesellschaften. Von den 70 im Bieterverfahren erfolgreichen Projekten entfielen 65 Projekte auf Bürgerenergiegesellschaften und 5 Projekte auf sonstige Akteure. Die Zuschläge sind breit über das Bundesgebiet auf insgesamt neun Bundesländer verteilt. Das hohe Wettbewerbsniveau, die daraus resultierenden niedrigen Zuschlagpreise und die hohe Bürgerbeteiligung zeigen, dass der von uns eingeleitete Paradigmenwechsel von staatlich festgesetzten Fördersätzen hin zu wettbewerblich ermittelten Preisen gut funktioniert.“

Die Ausschreibung war zweieinhalbfach überzeichnet. Dies ist gut für den Wettbewerb und damit auch für das Preisniveau, da die Gebote nach ihren Gebotspreisen in aufsteigender Reihenfolge sortiert werden.

Zwei Drittel aller Gebote wurden von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht. Der bisherige Ausbau der erneuerbaren Energien basiert maßgeblich auf dem Engagement einer Vielzahl von Personen, Unternehmen und Verbände. Insbesondere Bürgerenergiegesellschaften haben durch ihre meist lokale Verankerung die Akzeptanz des Ausbaus erneuerbarer Energien gesteigert. Baake: „Wir brauchen sie auch in der nächsten Phase der Energiewende. Daher hatte das Bundeswirtschaftsministerium ein Konzept erarbeitet, mit dem sichergestellt wird, dass sie im wettbewerblichen Verfahren der Ausschreibungen bestehen können.“

Die Bürgerenergiegesellschaften haben im Ausschreibungsverfahren zwei Vorteile gegenüber anderen Akteuren: Zum einen können sie im Gegensatz zu sonstigen Bietern ein Gebot für einen Windpark auch ohne Genehmigung abgeben und erhalten dann eine verlängerte Realisierungsfrist. Zum anderen bemisst sich die Förderhöhe nicht nach dem Gebotspreis wie bei den sonstigen Akteuren, sondern sie erhalten den höchsten bezuschlagten Preis. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko für die Bürgergesellschaften und sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Akteursvielfalt beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Bürgerenergieprojekte sind verpflichtet 10 Prozent ihrer Anteile der Standortkommune anzubieten.

Quelle:
BMWi
Autor:
Pressestelle
Link:
www.bmwi.de
Keywords:
Bundesnetzagentur, Ausschreibung, Deutschland, EEG, onshore, BMWi
Windenergie Wiki:
Windpark, MW, Megawatt, Energiewende, Ausschreibungen





Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

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