2017-08-23
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TenneT überträgt im Jahr 2016 rund 10,8 Terawattstunden Windenergie aus der Nordsee an Land

Steigerung um 47 Prozent gegenüber Vorjahr – Offshore in der Erfolgsspur angekommen / Nordsee-Wind trägt bereits zu 13,9 Prozent an der Gesamt-Windstromerzeugung in Deutschland bei / Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks in der Nordsee erreicht im November 3.480 Megawatt

Bild: TenneTBild: TenneT

Die vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT aus der Nordsee übertragene Windenergie erreichte im Jahr 2016 mit 10,83 Terawattstunden*) einen neuen Spitzenwert. Damit könnten  die Einwohner von zusammengerechnet Berlin, Hamburg und Bremen mit Strom versorgt  werden. Das Ergebnis übertrifft den Vorjahreswert (7,35 Terawattstunden) um 47 Prozent, also beinahe die Hälfte mehr als im Jahr 2015.

Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung, sagte: „Offshore ist damit eindeutig in der Erfolgsspur angekommen – und hat weiter gute Perspektiven, denn das künftige Ausschreibungsmodell für Offshore-Windparks soll dazu beitragen, die Stromkosten zu senken und Offshore-Strom wettbewerbsfähig zu machen.“

Auch im Verhältnis zur gesamten deutschen Windstromerzeugung im Jahr  2016 von 78,16 Terawattstunden*) hat die offshore erzeugte Windenergie deutlich zugelegt.  Allein der von TenneT aus der Nordsee übertragene Windstrom hat 2016 bereits 13,9 Prozent der gesamten deutschen Windstromerzeugung ausgemacht. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 9,6 Prozent.

Insgesamt hat TenneT inzwischen neun Anbindungssysteme mit zusammen 5.221 Megawatt Kapazität zur Übertragung von Offshore-Windenergie am Netz. „Damit haben wir das Off-shore-Ausbauziel der Bundesregierung von mindestens 6.500 Megawatt bis 2020 bereits zu mehr als 80 Prozent realisiert. Das bedeutet, die Zeit, in der es nicht genügend Anbindungs-kapazität in der Nordsee gab, um Windenergie von See an Land zu übertragen, ist damit endgültig passé“, sagte Hartman. Drei weitere Anbindungssysteme wird TenneT bis Ende 2019 fertigstellen, sodass dann 7.132 Megawatt an Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehen werden. Bis 2025 sind noch einmal vier Anbindungen geplant, wodurch die Übertragungskapazität in der Nordsee bis dahin auf über 10.000 Megawatt steigen wird.

Der Erfolg beim Ausbau der Erneuerbaren Energien vergrößert zunehmend die Herausfor-derungen an das Transportnetz. „Der Offshore-Windstrom geht ins Leere, wenn der Ausbau des Stromnetzes an Land nicht Schritt hält mit dem Ausbau der Erneuerbaren“, sagte Hartman. Der Gesetzgeber habe jetzt mit der vorübergehenden Drosselung beim Offshore-Ausbau in der Nordsee darauf reagiert, dass die Prozesse an Land eine Menge Zeit veranschlagen. Es reiche eben nicht, einfach nur in immer mehr erneuerbare Erzeugung zu investieren, ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der auf See erzeugte Strom auch dahin kommt, wo er gebraucht wird.

Dies sei umso wichtiger, als Deutschland bei Energiemix und CO2-Reduktion große Ziele verfolge und den Anteil der Erneuerbaren von derzeit rund 33 Prozent auf bis zu 60 Prozent im Jahr 2035 steigern möchte – und sogar auf 80 Prozent bis 2050. „Das zeigt, welche gewaltigen Herausforderungen noch vor uns liegen und wie wichtig bei diesen Themen ein auf allen Ebenen gut abgestimmtes Handeln in Deutschland, wie auch in Europa ist“, betonte Hartman. 
„TenneT geht auch hier mit innovativen Lösungsvorschlägen voran“, sagte Hartman. „Über eine künstlich errichtete Energie-Insel mit Infrastrukturanlagen mitten in der Nordsee, die umgeben ist von leistungsstarken Windparks und als Anschluss-Verteilkreuz funktioniert, könnten sich die Anrainerländer stromtechnisch mit Interkonnektoren verbinden und ein Offshore-Netz aufbauen, das die Versorgung mit großen Mengen Windstroms sicherstellen und ganz neue Perspektiven für den nordwest-europäischen Strommarkt eröffnen würde“, so Hartman.    

Weitere Daten

Der Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks in der Nordsee wurde am 02. November 2016 mit 3.480 Megawatt erzielt. Der Kapazitätsausbau der Offshore-Windparks in der Nordsee erreichte 3.787 Megawatt per 31.12.2016.
Die Windenergieanlagen in der Ostsee (nicht TenneT-Netzgebiet) haben 1,26 Terawatt-stunden*) im Jahr 2016 erzeugt, sodass der gesamte Offshore-Ertrag Deutschlands bei    12,09 Terawattstunden*) lag.

*) Finanziell geförderte Strommengen nach EEG, ohne sonstige Direktvermarktung; für 2016 als vorläufiger Ist-Wert.

Quelle:
TenneT
Autor:
Pressestelle
Link:
www.tennet.eu
Keywords:
tenneT, Netzbetreiber, offshore, Terrawatt, Nordsee
Windenergie Wiki:
Windpark, Megawatt, Hamburg





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