2017-12-17
http://w3.windmesse.de/windenergie/pm/24614-gp-joule-akzeptanz-erneuerbare-energien-studie-wasserstoff-sektorkopplung-schleswig-holstein-power-to-gas

Windenergie im Tank sorgt für mehr Akzeptanz für Erneuerbare

GP JOULE übergibt Machbarkeitsstudie an Ministerpräsident Torsten Albig

Bild: GP JouleBild: GP Joule

Sieben namhafte Institutionen haben im Auftrag der GP JOULE GmbH eine umfassende Machbarkeitsstudie zum Verbundvorhaben „Akzeptanz durch Wertschöpfung – Wasserstoff als Bindeglied zur Kopplung des Wärme-, Strom-, Industrie- und Verkehrssektors“ konzipiert und erarbeitet.  Die Studie wurde nun von GP JOULEs Gründer und Geschäftsführer Ove Petersen an Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig übergeben. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Die Verbindung von Strom-, Wärme- und Mobilität aus überschüssigen erneuerbaren Energien schafft regionale, klimafreundliche Wertschöpfung und trägt nachweisbar zur Steigerung der Akzeptanz des Erneuerbaren-Ausbaus in der Bevölkerung bei. 

Die 82-seitige Machbarkeitsstudie zeigt auf, wie das immense Aufkommen an überschüssigem EE-Strom in Schleswig-Holstein durch Power-to-Gas-Technologie regional nutzbar gemacht werden kann. Das Konzept: Fünf in Nordfriesland installierte PEM-Elektrolyseure wandeln EE-Strom in Wasserstoff um. Die dabei anfallende Wärme wird in bereits vorhandene Nahwärmenetze eingespeist und trägt so zur Wärmewende, also der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bei. Der Wasserstoff wird gespeichert und anschließend über zwei H2-Tankstellen in Husum und Niebüll an zwei Brennstoffzellenbusse abgegeben, die im regulären Öffentlichen Nahverkehr auf Linienstrecken unterwegs sind. Auf diese Weise kann der ÖPNV im Norden Schritt für Schritt emissionsfrei gemacht werden – kosteneffizient und wirtschaftlich, wie die Studie nachweist. 

„Die Ergebnisse der Studie können sich sehen lassen: Unser Verbundvorhaben beweist, dass Wasserstoff aus erneuerbaren Energien  zu wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt und als CO2-freier Kraftstoff für den Mobilitätssektor angewendet werden kann.  Weder aus technischer, genehmigungsrechtlicher oder wirtschaftlicher Perspektive gibt es für das Verbundvorhaben signifikante Hürden“, erklärt Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer von GP JOULE. „Busse sind daher langfristig nicht die einzigen Abnehmer von grünem Wasserstoff. Wenn die Wasserstoff Tankstellen erst in Betrieb gehen, werden die heute schon verfügbaren Wasserstoffautos als Kunden hinzukommen. Zukünftig sehen wir Absatzmärkte im Schienen-, Schiffs- und Güterverkehr und mein Traum ist weiterhin, irgendwann mit dem Wasserstoffschlepper über den Acker zu fahren!!!“ so Petersen. 

Sieben renommierte Institutionen, darunter Fraunhofer ISI, Fraunhofer ISE und die Stiftung Umweltenergierecht, haben die Machbarkeitsstudie erarbeitet und dabei auch die sozio-, energie-, wirtschafts- und industriepolitische Dimensionen des Verbundvorhabens untersucht. Das Ergebnis: Das Vorhaben ermöglicht es, klimafreundliche, innovative Technologien mit unterschiedlichem Reifegrad systemisch und sektorenübergreifend zu integrieren, trägt zur Steigerung der Akzeptanz des EE-Ausbaus und der Energiewende bei und ermöglicht darüber hinaus eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen.

„Das Verbundvorhaben „Akzeptanz durch Wertschöpfung“ von GP JOULE ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie erneuerbare Energien auf eine intelligente Weise auch für die Wärmeversorgung und den Verkehr verwendet werden können und damit Klimaschutz für jedermann im Alltag möglich wird. Das Verbundvorhaben ist zudem ein Beweis, dass die Wertschöpfung aus Erneuerbaren im Norden nicht bei der Erzeugung von Windstrom aufhört. Durch die regionale Nutzung vor Ort entstehen zusätzliche wirtschaftliche Impulse. Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften gehen Hand in Hand. Dass solche Konzepte und auch die innovative Elektrolysetechnologie, die ihre Umsetzung möglich macht, in Schleswig-Holstein entwickelt und produziert werden, zeigt zudem, dass die Energiewende auch industriepolitisch viel Sinn macht“, freut sich Ministerpräsident Torsten Albig. Die entsprechenden PEM-Elektrolysestacks werden durch GP JOULEs Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS in Lübeck entwickelt und gefertigt. 

Im Anschluss an die Vorstellung und Übergabe der Studie erhielten Petersen, Albig und zahlreiche weitere Gäste einen unmittelbaren Vorgeschmack darauf, wie sich die Verkehrswende in Nordfriesland mit Hilfe dieses Projekts zeitnah für viele Nutzer des ÖPNV anfühlen soll: Sie fuhren in einem Brennstoffzellenbus vom Hauptsitz von GP JOULE in Reußenköge vorbei an zahlreichen Windparks zur Messe New Energy nach Husum, und konnten dabei das Mobilitätserlebnis in einem mit Wasserstoff betankten Bus live und hautnah erleben.

Quelle:
GP Joule
Autor:
Kirsten Hering
Link:
www.gp-joule.de
Keywords:
GP Joule, Akzeptanz, erneuerbare Energien, Studie, Wasserstoff, Sektorkopplung, Schleswig-Holstein, Power-to-Gas
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