2017-12-12
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Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)


Maritimer Koordinator Beckmeyer legt Bericht über maritime Wirtschaft vor

Uwe BeckmeyerUwe Beckmeyer

Das Bundeskabinett hat heute den „5. Bericht über die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland“ verabschiedet. Der Bericht gibt zwei Monate vor der 10. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) am 4. April 2017 in Hamburg einen Überblick über die Lage der Branche und die Maßnahmen der Bundesregierung in den Bereichen Seeschifffahrt und Häfen, Schiffbau und Meerestechnik, Offshore-Windindustrie sowie Meeresforschung.

Dazu der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Uwe Beckmeyer: „Es ist wichtig, frühzeitig auf veränderte Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten zu reagieren; denn die gesamte Branche steht in einem harten globalen Wettbewerb. Deshalb haben wir in den vergangenen 15 Monaten seit der letzten NMK im Oktober 2015 in Bremerhaven wichtige Weichen gestellt. Die zu Jahresbeginn verabschiedete „Maritime Agenda 2025“ beinhaltet erstmals eine ressortübergreifende Strategie, um die maritime Branche auch mittelfristig bis 2025 zu fördern.“

Die deutsche Schiffbaubranche profitierte im Berichtszeitraum weiter vom anhaltenden Boom im Kreuzfahrtmarkt und verzeichnete Neubauaufträge internationaler Reedereien in Milliardenhöhe. Die Exportquote ist 2015 auf 97% gestiegen; der Umsatz der Werften lag bei rd. 5,1 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten ist mit 18.042 auf dem höchsten Stand seit 2011.

Auch für die Offshore- und Schiffbauzulieferindustrie war das Auslandsgeschäft erneut von überragender Bedeutung. Der Exportanteil der Zulieferer, die in 2015 einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro erwirtschafteten (2014: 11,9 Mrd. Euro), lag bei 79% (2014: 74%).Wichtigste Absatzmärkte waren Asien und das EU-Ausland. Grund für den leichten Umsatzrückgang war die Entwicklung auf den Öl- und Gasmärkten.

Die Bundesregierung unterstützt die Werften bei der Ausrichtung auf neue Geschäftsfelder. Hierzu wurden in 2016 die beiden Programme zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen bei Schiffbau und maritimen Technologien verlängert. Wichtige Schwerpunkte sind „Industrie 4.0“, umweltfreundlicher Schiffsbetrieb und innovative Produktionsmethoden.

Seit 2010 haben die deutschen Seehäfen ihre Kapazitäten ausgebaut und Maßnahmen ergriffen, um die Produktivität der Terminals zu steigern. Die Bundesregierung unterstützt die Häfen mit dem im Januar 2016 verabschiedeten „Nationalen Hafenkonzept für die See- und Binnenhäfen“ sowie mit dem im August 2016 beschlossenen „Bundesverkehrswegeplan 2030“, der einen Schwerpunkt auf den Ausbau der hafenbezogenen Infrastruktur setzt. Innovative Hafentechnologien werden mit dem neu aufgelegten Programm IHATEC gefördert.

Eine Branche im Wandel ist auch die Seeverkehrswirtschaft. Die Reedereien haben weiterhin mit einer angespannten Auftragslage und einem harten internationalen Preisdruck zu kämpfen. Vor dem Hintergrund des für 2017 prognostizierten globalen Wirtschaftswachstums ist eine Erholung der Schifffahrtsmärkte zu erwarten. Um die Reedereien zu entlasten, hat die Bundesregierung im Jahr 2016 ein abgestimmtes Maßnahmenpaket umgesetzt.

Quelle:
BMWi
Link:
www.bmwi.de
Keywords:
Uwe Beckmeyer, maritime Wirtschaft, maritime Agenda
Windenergie Wiki:
Offshore, Hamburg





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