2016-09-26
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WIND-ING berichtet von Husumer Messe „New Energy“

WIND-ING berichtet von Husumer Messe „New Energy“

Gestern wurde die „NEW ENERGY“ in Husum eröffnet. Diese Messe zeigt Windenergieanlagen (WEA) bis 500kW sowie für Solar, BHKW, Wärmepumpen,Erdwärme und sonstige Heizsysteme.

WEA oder Windkraftanlagen (WKA) für den Haus und Hofgebrauch bis 25kW (Klein-Windkraftanlage) können vor Ort bewundert werden. Dieses ist insbesondere für Hofstellen und Gärten interessant die ausserhalb der Windeignungsflächen liegen.

Auszug aus dem „NRW Erlass“:

„5.2.1.1 Untergeordnete Nebenanlage: Eine Windkraftanlage ist im Außenbereich nach § 35 Abs. 1 BauGB als unselbständiger Teil eines seinerseits privilegierten Betriebes (z.B. Land- oder Forstwirtschaft, gartenbauliche Erzeugung, gewerbliche Tierhaltung) genehmigungsfähig. Voraussetzung ist, dass die Windkraftanlage der Hauptanlage (dem Betrieb) unmittelbar zu- und untergeordnet ist und bei landwirtschaftlichen Betrieben (einschließlich aller Nebenanlagen) nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt. Die räumliche Zuordnung erfordert, dass die Windkraftanlage sich in angemessener räumlicher Nähe zu dem mit Energie versorgten Betrieb befindet.„

Zu beachten ist der nötige Nachweisen durch ein Gutachten eines Sachverständigen, dass mindestens 50% des Stroms selbst verbraucht wird. Es gibt auch Sonderregeln für 20%, dies ist jedoch abhängig vom Bundesland. Im Prinzip gilt obiger Erlass jedoch in ähnlich in allen Bundesländern.

Das Interesse ist natürlich nach dem Atomunfall in Japan (Explosion im japanischen Akw Fukushima I Super-GAU) und der allgemeinen Strahlenangst riesengross.

Es bleibt jedoch festzuhalten das eine Vielzahl der ausgestellten WEA oder WKA nicht überzeugen. Es erinnert stark an den Markt der „großen“ WEA Ende der 80 iger Jahre, wo unausgereifte WEA im Bereich 30-150kW auf den Markt kamen. Damals gab es auch eine Vielzahl von Herstellern, von denen nur wenige überlebt haben: Vestas (verschmolzen mit Nordtank und Micon), Enercon, GE (ehemals Tacke), Siemens (ehemals Bonus). Wer erinnert sich heute noch an Adler, WTN,Windworld, Ventis, Krogmann, GET und wie sie alle hiessen. Sie alle sind fast durchweg an den Garantieschäden eingegangen.

Keine von den kleinen WEA kommt von einem „großen“ überlebenden Hersteller. D.h. das von diesen Herstellern aufgebaute Know-How wird hier nicht genutzt. Nur wenige von diesen neuen Hersteller haben überhaupt die Kraft und Mannschaft z.b. ein Typen-Zertifikat zu erwirken.

Strukturelle Berechnungen oder gar Vermessungen sind Mangelware. Die wenigsten WEA weisen eine Vermessung der Erträge aus . Dabei entscheidet die Leistungskurve über den Ertrag und somit die Zufriedenheit. Bei den ganz kleinen WKA (Mini WKA) unter 1kW (1000W) kann man das bei Kosten von 1000- 3000€ als Spielzeug abtun und sich so ein Spaßobjekt einfach in den Garten stellen. Bei einer Investition für eine 10-25kW Anlage kommen da aber 30 bis 100 t€ zusammen. Hier sollte man schon genau prüfen was man da kauft. Gegebenenfalls hilft hier ein sachverständiger Experte bei der engeren Auswahl. Die Kosten hierfür sind gering im Verhältnis zum Schaden durch falsche Auswahl. Ruft man einen Elektroingenieur zur Hilfe, so kann hier auch bei der Kabelauswahl und Netzanschluss Unterstützung angefordert werden.

Der große finanzielle Reiz liegt darin begründet, das der eigenerzeugte Strom sozusagen 0,25€/kwh wert ist, wenn er selber verbraucht wird. Dadurch erst werden die kleinen WEA möglicherweise schneller rentabel.

Quelle:
WIND-ING Sachverständiger Gutachter
Autor:
Jens Altemark
Email:
JA@wind-ing.de
Link:
www.wind-ing.de
Keywords:
Bonus, Enercon


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