2017-11-17
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Kommentar: Prima Klima in Deutschland

In Deutschland dreht sich in diesen Tagen alles ums Klima: Während in der ehemaligen Hauptstadt Bonn die Weltklimakonferenz COP23 stattfindet, streiten sich in der jetzigen Hauptstadt Berlin die Teilnehmer der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition ebenfalls um Klimafragen.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Alle Jahre wieder… kommt die Welt zusammen und verhandelt über den Klimaschutz. In diesem Jahr sind eigentlich die Fidschi-Inseln Gastgeber, die die Konferenz aus logistischen Gründen aber nach Deutschland verlagert haben. Schade eigentlich, denn so werden die knapp 25.000 Teilnehmer um die Live-Demonstration gebracht, wie es denn ist, wenn einem das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Denn so ergeht es den Einwohnern der Fidschi-Inseln, wo die Auswirkungen des Klimawandels schon heute extrem zu spüren sind.

Die zweiwöchige Konferenz in Bonn ging gleich zu Beginn in die Vollen. Deutschland erinnerte sich offenbar an sein Image als Vorreiter im Klimaschutz und verteilte großzügig Geldgeschenke in Millionenhöhe an die ärmsten Länder der Welt. Galant konnte man so umschiffen, dass Deutschland seine eigenen Klimaschutzziele für 2020 um Meilen verfehlen wird. Und von der deutschen Autoindustrie mit ihren gefälschten Abgaswerten redet auch niemand mehr.

Die USA unter Donald Trump machten ihrem Image als Polternation dagegen alle Ehre, als ausgerechnet das bürgerkriegsgeplagte Syrien die Amerikaner kalt stellte. So verkündete die syrische Delegation, dass sie dem Pariser Klimaabkommen von 2015 nun auch beitreten wollten. Zuvor hatte bereits Nicaragua seine Teilnahme angekündigt. Damit sind die USA das einzige Land der Erde (!), das mit dem Abkommen nichts (mehr) zu tun haben will. Denn Donald Trump glaubt ja nicht an den Klimawandel.

Weil man seitens der US-Regierung den syrischen Beitritt jedoch nicht unkommentiert lassen wollte, ließ sich eine Sprecherin des US-Außenministeriums über die angebliche Ironie der syrischen Sorge um das Klima aus. Denn wenn man sich so sehr darum sorge, was in die Luft geblasen werde, könne man ja eigentlich nicht das eigene Volk vergasen.

Fingerspitzengefühl geht auf jeden Fall anders. Das stellten unterdessen die Franzosen unter Beweis. Die möchten im Dezember den zweiten Jahrestag des Abkommens feiern und haben dazu Delegierte aus rund 100 Ländern nach Paris gebeten. Damit in Ruhe gefeiert werden kann, sind die Amerikaner bislang nicht eingeladen. Es bleibt abzuwarten, was Donald Trump dazu zu sagen hat, wenn er wieder aus Asien zurück ist.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Klimagipfel, COP23, Kommentar, Deutschland, Frankreich, USA
Windenergie Wiki:
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