2017-04-29
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Shell drängt niederländische Regierung zu mehr Offshore-Wind

Der Ölkonzern Shell hat die niederländische Regierung dazu aufgefordert, die anvisierten Ausbauziele von 20 GW Offshore-Windenergie bis 2030 massiv zu erhöhen.

Bild: ShellBild: Shell

Shell war in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten, da der Konzern bisher wenig Interesse an einer Änderung seiner Firmenstrategie gezeigt hatte. Allerdings kann sich auch der Öl- und Gasriese nicht mehr gegen den Willen seiner Aktionäre wehren, die weniger kohlenstoffintensive und dafür mehr saubere Kraftstoffe fordern. Daher hatte man kürzlich erstmalig als Mitglied eines Konsortiums an einer der niederländischen Offshore-Auktionen teilgenommen und auch versucht, im US-Windgeschäft Fuß zu fassen. Das Konsortium in den Niederlanden erhielt den Zuschlag zum Bau eines weiteren Offshore-Windparks.

Nun fordert Shell zusammen mit anderen Branchengrößen laut Reuters die niederländische Regierung dazu auf, den Ausbau der Offshore-Windenergie zu erhöhen. Bislang sind 20 Gigawatt bis 2030 vorgesehen – Shell fordert nun eine Vervierfachung dieses Ziels und den Umstieg auf erneuerbare Energien in den Niederlanden. Parallel dazu soll aber auch das Gasgeschäft weiterhin eine Rolle spielen, da Gas zumindest gegenüber Kohle die Umwelt weniger belastet und als Grundlastträger auch in Zeiten, wo wenig Sonne oder Wind zur Verfügung stehen, zuverlässig die Stromversorgung garantieren kann.

Die niederländische Regierung hat die Menge an Gas, die aus dem Groninger-Gasfeld vor der niederländischen Küste gefördert wird, wegen der damit verbundenen Erdbeben eingeschränkt. Das Feld ist im Besitz von Shell und Exxon, weshalb dem Konzern besonders daran gelegen ist, das Gasgeschäft nicht völlig herunterzufahren. „Der größte Beitrag, den Shell für die kurzfristige Reduzierung der Emissionen weltweit leisten kann, ist die Rolle des Erdgases weiter zu fördern“, sagte Shell Chief Executive Ben van Beurden bei einem Branchenereignis im vergangenen Monat.

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Shell, Öl, Gas, offshore, Niederlande, Windpark





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