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Deutschland und Bolivien beschließen Kooperation bei Windenergie Ausbau

Anlässlich des Staatsbesuchs von Boliviens Präsident Evo Morales am 4. November in Berlin betonte Bundeskanzlerin Merkel die Absicht, ein neues Kapitel bilateraler Beziehungen zwischen Bolivien und Deutschland zu eröffnen.

Deutschland und Bolivien beschließen Kooperation bei Windenergie Ausbau

Dabei soll ein Fokus auf der Zusammenarbeit im Energiebereich liegen. Die Regierungschefs der beiden Länder beschlossen unter anderem eine engere Kooperation beim Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Windenergie. Laut Presseberichten stellt die Bundesregierung einen Kredit über 23 Millionen US-Dollar für technische Assistenz und Kompetenzentwicklung in den Bereichen Windenergie sowie Wassermanagement und Lithiumabbau bereit.

Bolivien treibt den Ausbau der Windenergie zwar erst seit zwei Jahren voran, konnte aber in der Zwischenzeit erfolgreich Projekte umsetzen: Nachdem im November 2013 lediglich 0,1 MW Windenergie installiert waren, wurde im August 2014 der erste große Windpark mit einer Leistung von 3 MW in Betrieb genommen. Dieser soll in einer zweiten Phase auf 24 MW bis 2025 erweitert werden. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Direktinvestition der Regierung, die durch das staatliche Elektrizitätsunternehmen Empresa Eléctrica Corani umgesetzt wurde.

Bolivien plant in den nächsten drei Jahren mit Investitionen in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar im Energiesektor, um mittelfristig zu einem Energieexporteur zu werden. Mit seiner Energiestrategie (Plan Eléctrico del Estado Plurinacional de Bolivia) möchte Bolivien zudem die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. 2013 stammte der Großteil (42,6%) der bolivianischen Stromerzeugung aus Erdgas. Um diesen Anteil zu senken, soll die Nutzung erneuerbarer Energien ausgeweitet werden. Laut Angaben des bolivianischen Energieministeriums ist geplant, bis 2025 mindestens 183 MW an Erneuerbare-Energie-Anlagen in Bolivien zu errichten, davon 50 MW Windenergie. Mit Ausnahme von großer Wasserkraft waren Ende 2014 außer dem 3-MW-Windpark keine weiteren Erneuerbare-Energie-Anlagen an das Stromnetz angeschlossen, bei einer gesamten installierten Kapazität von 1.664,8 MW.

Quelle:
Exportinitiative Erneuerbare
Link:
http://www.export-erneuerbare.de

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